Doch schauen wir einmal ehrlich auf unser Leben: Wir sind bereits überreich gesegnet. Wir leben in einem Teil der Welt, der uns einen Luxus bietet, den wir oft gar nicht mehr als solchen wahrnehmen. Ein sicheres Dach über dem Kopf, warmes und sauberes Wasser, volle Läden mit Lebensmitteln, Handys, Computer, Spielkonsolen, Waschmaschinen und Heißluftfritteusen, all das, was das Leben leicht macht. Und auch wenn Europa im Moment einiges an Sicherheit verliert, leben wir trotzdem sehr privilegierte Leben.
Trotz all dieses Segens spüren wir aber, wenn wir ehrlich sind, dass etwas nicht stimmt. Ein Grund für manche Unsicherheit ist, dass der Gott der Bibel aus der Gesellschaft verdrängt wurde. Selbst unter denen, die noch an Ihn glauben, warten viele auf bestimmte Segnungen oder soll ich besser Wunscherfüllungen sagen, bevor sie bereit sind, selbst etwas für das Reich Gottes zu tun.
Die Bibel zeigt uns, dass dieses Muster nicht neu ist. Wir wissen aus der Schrift, dass Gott Nationen richtet, und zwar danach, wie nah oder fern sie sich von Ihm befinden. Das ganze Alte Testament ist ein historischer Bericht über die Israeliten, ihren Abfall von Gott und ihre Rückkehr zu Ihm. Es gelten klare geistliche Regeln: Wenn sich das Volk von Gott abwendet, dann nimmt Er seine Hand vom Volk. Der Vater ist ein Gentleman, Er zwingt niemanden in seinen Segen, aber Er ist auch gerecht. Mit anderen Worten: Wo Sünde ist, da ist auch Gericht.
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Vor diesem Hintergrund stellt sich für uns als Christen eine entscheidende Frage: Wie leben wir unseren Auftrag in dieser Zeit? Als Christen haben wir klare Marschbefehle: „Macht Jünger in dieser Welt.“ Aber wie macht man das als ganz normaler Mensch? Als jemand, dem keine großen Reichtümer zur Verfügung stehen oder der kein besonderes Talent zum Predigen oder Schreiben hat?
Hier möchte ich dir eine ganz persönliche Frage stellen und dich zugleich ermutigen: Was ist es, was du genau jetzt hast, womit du Gott dienen kannst? Bist du gesund und fit? Dann kannst du vielleicht deinen älteren Nachbarn helfen, gerade jetzt im Sommer mit den Hitzewellen. Wie schwer ist es wirklich, zu klingeln und zu fragen, ob alles in Ordnung ist oder ob sie etwas brauchen? Es kostet keinen Cent, nur ein wenig Überwindung.
Außerdem können wir Gott nicht nur mit Taten, sondern auch mit Worten in unseren Alltag holen. Kannst du mutig sein und Gott und Jesus einfach ganz natürlich in Gespräche einfließen lassen? Nicht predigend, sondern in Dankbarkeit und Lobpreis. Einer der Lieblingssätze in der Familie Faithful ist: „Da hat der liebe Gott aber gut auf mich aufgepasst.“ Du ahnst gar nicht, wie oft aus solchen leicht dahingesagten Sätzen ernsthafte Gespräche entstehen können.
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Interessant ist, dass ich mich nie beschwert oder Menschen direkt darauf angesprochen habe, sondern einfach gebetet habe. Und doch hat sich etwas verändert. Heute kommen solche Sprüche nur noch selten vor, und oft entschuldigen sich die Personen sogar bei allen Anwesenden. Nicht wegen mir, sondern wegen der Präsenz des Heiligen Geistes. Dort, wo Christen treu sind, geschehen auch heute noch viele Wunder.
Vielleicht denkst du jetzt: „Flüche und grobe Scherze, ist das wirklich so wichtig?“ Ja, ehrlich, das ist es. Gerade an solchen scheinbar kleinen Dingen merken wir, wie weit wir als Zivilisation schon gefallen sind. Wie wenig Moral in dieser Welt noch übrig ist. Alle schimpfen darüber, wie schlimm alles geworden ist und wie sehr sich die Welt zum Schlechten entwickelt, aber kaum jemand ist bereit, bei sich selbst anzufangen.
Vielleicht klingt das alles nach einem großen Auftrag, und du spürst, wie schwer es ist, überhaupt anzufangen. Aber Dienst für Gott ist oft viel kleiner und unscheinbarer, als wir denken. Es ist nicht immer die große Bühne oder das besondere Projekt. Hast du ein wenig Zeit, dann hilf in deiner Gemeinde beim Saubermachen. Siehst du einen älteren Nachbarn, der sich mit seinen Einkäufen abmüht, dann geh hin und trag eine Tasche mit. Geh ein Stück langsam neben ihm her und schenk ihm ein offenes Ohr, vielleicht ist das das einzige Gespräch, das er in dieser Woche führt. Genau so, mitten in unserem ganz normalen Alltag, fängt es an, dass wir Gott dienen und sein Licht in diese Welt tragen.
In diesem Sinne, seid mutig und treu in den kleinen Diensten des Alltags.
Eure Lizzy
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