Der Satz lautete:
„50 Tage nach der Auferstehung Jesu schenkte Gott seinen Heiligen Geist als Helfer allen, die glaubten.“
https://www.bible.com
Ich habe mir den Satz also noch einmal genauer angeschaut. Und ja, Omi hatte recht: Irgendetwas daran fühlte sich holprig an. Am Ende war klar: Grammatikalisch war er im Grunde richtig, aber das fehlende Komma nach „Jesu“ ließ den Satz stolpern – und genau dieses Stolpern hat mich auf etwas anderes aufmerksam gemacht.
Denn plötzlich war nicht mehr nur die Zeichensetzung das Thema, sondern die eigentliche Aussage dahinter:
Wer sendet wen zu wem? Und wenn da steht „schenkte Gott seinen Heiligen Geist“ – passt das wirklich zu dem, wie die Bibel den Heiligen Geist beschreibt?
Der Satz hat bei uns ein kleines Nachdenken ausgelöst: Passt „schenkte“ hier wirklich, wenn der Heilige Geist eine Person ist und keine Sache im Geschenkpapier? Beim Blick in die Bibel sind wir vor allem an Formulierungen hängen geblieben wie „senden“, „geben“ und „erfüllen“. Für uns fühlt es sich stimmiger an, an dieser Stelle innerlich „schenkte“ durch „sandte“ zu ersetzen, weil es näher an diesem biblischen Bild vom gesandten Beistand ist.
Aus einem fehlenden Komma, das Omi Faithful aufgefallen ist, wurde so ein kleines, ernsthaftes, aber auch ein bisschen lustiges Gespräch über Sprache, Glauben und die Person des Heiligen Geistes. Typisch Plauderecke: Man stolpert über ein Detail und landet mitten in einem guten Gespräch miteinander.
In diesem Sinne,
Eure Lizzy
Eure Lizzy
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