Meine lieben Leser, zuerst einmal möchte ich mich für die Funkstille im Dezember entschuldigen. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, mindestens einmal im Monat zu schreiben, aber die Festlichkeiten kamen dazwischen. Wir hatten das große Vergnügen, Fräulein Faithful für ganze zwei Wochen bei uns zu haben. In dieser Zeit konnten wir gemeinsam unseren Herrn Jesus feiern und das neue Jahr einläuten.
Leider Gottes hat unser neues Jahr keinen guten Start genommen. Völlig unverhofft ist unser geliebtes Haustier verstorben. Mein Herz ist schwer, denn unser kleines Kaninchen, voller Energie und Charakter, hat uns zwei Jahre lang so viel Freude gebracht. Sein unverhoffter Tod hat in unseren Herzen ein recht großes Loch hinterlassen.
Wann immer unser Leben aufgerüttelt wird – sei es durch den Tod eines geliebten Menschen oder Haustiers, durch einen Unfall oder den Verlust einer Arbeit – neigen wir dazu zu fragen: „Warum Gott, warum?“ Es ist eine natürliche Reaktion auf Schmerz und Verlust, eine Suche nach Antworten, wenn unser Herz schwer ist und wir das Leid nicht verstehen.
Habe ich die Antwort auf diese Frage gefunden? Nein, nicht wirklich. Was ich jedoch gefunden habe, ist Trost in meinem Heiland. Ich habe Trost in dem Wissen, dass Er mich und die Meinen liebt. Ich habe Trost in der Erkenntnis, dass Verlust und Schmerz keine Bestrafung sind, sondern dass sie zu den unausweichlichen Realitäten einer gefallenen Welt gehören. Schmerz, Verlust und Traurigkeit sind leider Teil dieses Lebens. Doch meine Hoffnung ruht in der Opfergabe Jesu.
Jesus hat uns versprochen, dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben finden werden – ein Leben, in dem Er all unsere Tränen trocknen wird, ein Leben in der Gegenwart Gottes, des Schöpfers dieser Welt. Dieses Versprechen ist ein Anker für meine Seele, besonders in Zeiten der Traurigkeit. Es gibt mir die Zuversicht, dass der Tod und nicht das letzte Wort hat, dass Schmerz nicht für immer andauert, sondern dass eine vollkommene Freude und ewige Gemeinschaft mit Gott auf uns warten.
3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.
Offenbahrung 21,3-5
Vielleicht fragt auch ihr euch manchmal: „Warum Gott, warum?“. Ich möchte euch ermutigen, eure Fragen, eure Trauer und euren Schmerz vor Ihn zu bringen. Er hört euch, und Er versteht euch. Und auch wenn die Antworten vielleicht nicht sofort kommen, kann sein Trost unsere Herzen berühren und heilen.
Möge dieser Trost auch euch in schweren Zeiten tragen.
In diesem Sinne,
Eure Lizzy