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Dienstag, 12. Mai 2026

„Jesus war Sozialist“ – wirklich? Teil 2: Ananias und Saphira – was wirklich auf dem Spiel steht

Im letzten Beitrag habe ich gefragt, ob man Jesus ernsthaft als „Sozialisten“ bezeichnen kann. In dieser Diskussion tauchte immer wieder eine Erzählung aus der Apostelgeschichte auf, die als Beleg für eine Art christlichen Ur‑Sozialismus dienen soll. Genau diese Geschichte von Ananias und Saphira in Apostelgeschichte 5 schauen wir uns jetzt etwas genauer an.

Die Szene spielt in der frühen Jerusalemer Gemeinde, die von großer Einheit und Großzügigkeit geprägt ist. Menschen kommen zum Glauben, öffnen ihre Häuser, verkaufen Besitz und sorgen dafür, dass niemand Mangel leidet. Direkt davor wird Barnabas erwähnt, der ein Feld verkauft und den gesamten Erlös bringt. In genau diesem Umfeld treten Ananias und Saphira auf.

Ananias verkauft ebenfalls ein Grundstück. Aber er behält einen Teil des Geldes zurück und gibt den Rest ab, so als wäre es der volle Betrag. Äußerlich macht er das Gleiche wie Barnabas, innerlich läuft etwas anderes. Er möchte den Ruf radikaler Großzügigkeit haben, ohne den entsprechenden Preis zu zahlen. Es geht ihm mehr um Eindruck als um Ehrlichkeit.


Petrus reagiert sehr klar und spricht zwei entscheidende Punkte an: „War das Land nicht dein, bevor du es verkauft hast? Und als es verkauft war, stand der Erlös nicht in deiner Verfügung?“ Mit anderen Worten: Es gab keinen Zwang. Niemand hat Ananias befohlen zu verkaufen, und niemand hat verlangt, alles abzugeben. Besitz und Entscheidung lagen bei ihm.

Damit wird der Kern des Problems deutlich. Die Sünde ist nicht, dass er etwas zurückbehält, sondern dass er so tut, als würde er alles geben. Ananias gibt nicht zu wenig, er gibt unehrlich. Seine Schuld ist Lüge, Heuchelei und letztlich das Belügen Gottes, nicht die Verweigerung einer angeblich verpflichtenden Gütergemeinschaft. Die Jerusalemer Gütergemeinschaft erscheint hier nicht als starres Gottesgesetz, sondern als eine menschliche Praxis intensiver Großzügigkeit in einer besonderen Situation.

Gut gemeint aber...

Interessant wird es, wenn man die weitere Geschichte im Neuen Testament mit im Blick behält. (Denkt daran, man muss die Bibel im Ganzen lesen und nicht nur einzelne Verse herauspicken.) Einige Jahre nach den idealen Szenen aus Apostelgeschichte 2–4 hören wir von einer schweren Notlage in Judäa. Es kommt zu einer Hungersnot, und die Gemeinde in Jerusalem gerät in echte Armut. Paulus spricht später ausdrücklich von den „Armen unter den Heiligen in Jerusalem“ (Röm 15,26) und sammelt über längere Zeit Kollekten in verschiedenen Gemeinden, um ihnen zu helfen (unter anderem 1Kor 16; 2Kor 8–9).

Das zeigt: Diese frühe, radikale Großzügigkeit in Jerusalem war geistlich zwar beeindruckend, aber sie konnte kein selbsttragendes wirtschaftliches System schafft. Viele in der Gemeinde waren von Anfang an arm, dann kommen Verfolgung, Hungersnot und die ständige Versorgung von Bedürftigen dazu. Irgendwann sind die eigenen Mittel einfach aufgebraucht und man ist auf Hilfe von außen angewiesen. Die Kollekten bei Paulus sind der Beweis für ein schönes, aber verletzliches Modell, das unter realen Bedingungen schnell an seine Grenzen kam.

Damit wird ein wichtiger Punkt sichtbar. Die Jerusalemer Gütergemeinschaft war kein perfektes, von Gott verordnetes System, das man nur nachbauen müsste, und schon gar keine christliche Variante von Ideologie oder Zwang. Sie war ein menschlicher Versuch, die Liebe Christi ganz praktisch werden zu lassen. Das ist bewundernswert in der Haltung, aber nicht immun gegen wirtschaftliche Realität. Gott bestätigt die Herzenseinstellung, nicht eine bestimmte Weltanschauung.

Auffällig ist auch, dass Petrus den Fokus nicht auf Regeln oder Strukturen legt, sondern auf die Beziehung zu Gott: „Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.“ Es geht nicht darum, dass Ananias ein System unterläuft, sondern dass er seine geistliche Haltung nur vorspielt. Es geht in dieser Geschichte nicht darum, ob du öffentlich so tust, als würdest du alles richtig machen, sondern ob du vor Gott aufrichtig bist oder nur eine gehorsame Rolle spielst.“

Man kann es zugespitzt so sagen: Wenn dieser Text etwas „beweist“, dann sicher nicht, dass ein System erzwungener Gleichheit funktioniert, weil die menschliche Natur sich gegen Zwang wehrt. Zugleich macht er deutlich, wie ernst Gott es mit Ehrlichkeit meint. Die erste Gemeinde lebte tatsächlich außergewöhnliche Solidarität, aber die spätere Notwendigkeit von Kollekten macht deutlich, dass wir es mit einem zeitgebundenen, menschlichen Modell zu tun haben und nicht mit einer dauerhaft funktionierenden göttlichen Wirtschaftsordnung.

Für meine Ausgangsfrage ‚War Jesus Sozialist?‘ bedeutet das: Jesus ruft zwar zu radikaler Liebe und echter Großzügigkeit auf, natürlich innerhalb unserer Möglichkeiten, aber er liefert hier kein politisches System und keine fertige politische Ideologie.

Ich selbst bin an diesem Thema noch dran. Ich lese meine Bibel, arbeite mich durch Bücher und höre mir Debatten dazu an. Ich sehe diese Problematik besonders rund um Themen wie soziale Gerechtigkeit und politischen Aktivismus, die in der heutigen Zeit schwer von marxistischen Ideen geprägt sind und in viele Bereiche unseres Lebens hineinreichen, ja selbst in die Kirche.

Deshalb wird es wahrscheinlich nicht bei diesem Beitrag bleiben, sondern mit der Zeit kommen noch ein paar Gedanken dazu – auch über Ananias und Saphira hinaus, ganz allgemein zu Jesus, Besitz, soziale Gerechtigkeit und politischen Ideen.

 

In diesem Sinne Eure Lizzy


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Dienstag, 5. Mai 2026

Jesus war Sozialist“ – wirklich? Teil 1 Was steckt hinter dieser Behauptung?

Vor einiger Zeit sah ich online eine Debatte, in der ein Sprecher mit voller Überzeugung behauptete: „Jesus war Sozialist.“ Und nicht nur das, er zeichnete ein Bild, in dem ein konsequenter Glaube an Jesus mit sozialistischen Ideen eng zusammengehört. Das saß. Herausforderung angenommen. Also habe ich angefangen zu lesen, sowohl in der Bibel als auch in Texten zu Sozialismus und Marxismus, und habe schnell gemerkt: Darüber werde ich wohl noch das eine oder andere schreiben.

Zurück zur Debatte, meine spontane innere Reaktion war: Nein. Quatsch. Absolut nicht. Als ich aber sah, wie viel Zustimmung diese Aussage im Publikum fand, wurde mir bewusst, wie schnell solche Sätze heute einfach durchgewunken werden.

Wir leben in einer Zeit, in der gut klingende Aussagen oft kaum noch hinterfragt werden. Hauptsache, sie klingen modern, mitfühlend oder „gerecht“. Für viele Menschen sind heute YouTube, TikTok oder Instagram zur eigentlichen „Schule“ geworden: Dort holen sie sich Meinungen, Weltbilder und moralische Urteile ab, während echte Auseinandersetzung mit Bibel und Realität immer seltener wird. Was ständig in unseren Feeds auftaucht, fühlt sich schnell „wahr“ an, ganz ohne, dass wir es wirklich prüfen.

Aber ich persönlich will nicht bei Bauchgefühl oder oberflächlicher Information stehen bleiben. Die Bibel fordert uns ausdrücklich dazu auf, alles zu prüfen und das Gute zu behalten (1. Thessalonicher 5,21). Wenn eine Behauptung so selbstbewusst im Namen Jesu aufgestellt wird, dann will ich sie am Wort Gottes messen. Also habe mal wieder meine "Schaufel" rausgeholt und habe angefangen zu graben: Welche Argumente gibt es überhaupt dafür, dass Jesus angeblich Sozialist war? Und was sagt die Bibel wirklich dazu?
 

Bevor ich diese Behauptung einordne, will ich sie zuerst einmal fair darstellen. Ich möchte keinen Strohmann aufbauen, den ich dann bequem wieder umstoßen kann. Im Folgenden beschreibe ich so, wie ich die gängigen Argumente verstehe und wahrnehme. Also: Was Menschen überhaupt meinen, wenn sie sagen, „Jesus war Sozialist“?

Oft ist damit mehr gemeint als nur „Jesus war freundlich zu Armen“. Hinter der Aussage steckt ein ziemlich großes Paket an Annahmen. Zum Beispiel: Jesus sei grundsätzlich auf der Seite der sozial Schwachen, also müsse er logischerweise für eine Art Umverteilung sein. Seine scharfen Worte an Reiche werden dann fast automatisch in Richtung Klassenkampf gelesen, als stünde er auf der einen Seite der Gesellschaft gegen die andere.

Dazu kommen bestimmte Bibelstellen, die immer wieder genannt werden. Die Seligpreisungen, in denen Jesus die Armen und Leidenden seligpreist. Seine Warnungen an Reiche, sein Satz vom Kamel und dem Nadelöhr. Die Begegnung mit dem reichen Jüngling, dem er sagt, er solle alles verkaufen und den Erlös den Armen geben. Wenn man diese Texte so, ohne Zusammenhänge, nebeneinanderstellt, ergibt sich schnell das Bild eines Jesus, der Besitz grundsätzlich skeptisch sieht und möglicherweise die totale Aufgabe von Reichtum fordert.

Ein weiterer „Kronzeuge“ ist die Jerusalemer Urgemeinde in der Apostelgeschichte. Dort lesen wir von Menschen, die ihren Besitz verkaufen, den Erlös zu den Füßen der Apostel legen und davon allen geben, wie jemand Bedarf hat. Für manche klingt das wie ein christlicher Ur-Sozialismus: keine Privilegien, keine Unterschiede, alle teilen, alle werden versorgt. Daraus wird dann der Schluss gezogen: Wenn die ersten Christen so gelebt haben, dann muss das der eigentliche Wille Jesu für jede Gesellschaftsordnung sein.

Manche gehen noch einen Schritt weiter und sagen: Jesus habe mit seinem Handeln und seinen Gleichnissen im Grunde ein Programm für eine gerechtere Wirtschaftsordnung vorgezeichnet. Seine kostenlosen Heilungen, die Speisung der Volksmengen, sein Umgang mit Randgruppen, all das wird als Vorlage für staatliche Umverteilung, Sozialprogramme und eine grundsätzlich sozialistische Politik gelesen. Jesus wird dann gewissermaßen zum moralischen Aushängeschild einer Ideologie, die weit mehr ist als nur „Hilf den Armen“.

Wenn man all diese Pro-Argumente nebeneinanderstellt, entsteht bei manchen schnell ein Bild: Jesus als Vorkämpfer einer Art christlichem Sozialismus, die erste Gemeinde als Urmodell einer idealen klassenlosen Gesellschaft. Die Frage ist nur: Trägt dieses Bild, wenn wir genauer hinschauen? Oder lesen wir hier moderne Ideologien in alte Texte hinein?
 


Ein erster, ganz wichtiger Punkt: Die Bibel kritisiert nicht in erster Linie „Systeme“, sondern Herzen. Marxismus und Sozialismus gehen oft davon aus, dass das Hauptproblem in ungerechten ökonomischen Strukturen liegt. Und dass der Mensch „besser“ wird, wenn man die Besitzverhältnisse ändert. Die Bibel ist da deutlich anderer Meinung: „Alle haben gesündigt“; Arme wie Reiche, Unterdrückte wie Mächtige. Das Evangelium setzt nicht bei Klassen an, sondern bei einzelnen Menschen, die zur Umkehr gerufen werden. Jesus ruft Zöllner und Fischer, Reiche und Arme in die Nachfolge. Er verteilt Schuld nicht nach Kontostand, sondern entlarvt das Herz.

Zweitens: Wo das Neue Testament über Geben spricht, betont es durchgängig Freiwilligkeit. Paulus schreibt an die Korinther: „Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ Das ist das genaue Gegenteil eines Systems, das mit äußerem Druck Umverteilung erzwingt. Gott will nicht einfach, dass Geld fließt – Gott will das Herz, das dahintersteht. Wenn jemand in der Bibel großzügig ist, dann, weil er die Gnade Gottes verstanden hat, nicht weil irgendeine Instanz ihn dazu zwingt.

Drittens: Auch die oft zitierte Jerusalemer Gemeinde in der Apostelgeschichte ist bei genauerem Hinsehen kein politisches Modell, das sich eins zu eins auf Staaten übertragen lässt, sondern eine Antwort auf die Kraft des Evangeliums in einer konkreten Situation. Ja, dort heißt es: „Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“ Aber schon der Zusammenhang macht deutlich: Es geht um eine Gemeinschaft von Menschen, die „ein Herz und eine Seele“ sind, nicht um eine staatlich verordnete Gleichmacherei. Die Initiative geht von einzelnen Gläubigen aus, die freiwillig Besitz verkaufen und den Erlös zur Verfügung stellen,nicht von einer Regierung, die enteignet.

Viertens: Jesus selbst gibt keinen Bauplan für ein bestimmtes politisch-ökonomisches System. Als man ihn mit der Steuerfrage konfrontiert („Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?“), nutzt er die Gelegenheit nicht für eine Revolution, sondern antwortet: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Er lässt sich nicht in die einfache Schublade „für das System“ oder „gegen das System“ stecken, sondern richtet unseren Blick auf Gottes Anspruch: Das, was Gott gehört, unser Herz, unser Leben, das darf durch keine Ideologie ersetzt werden.

Fünftens: Wenn Jesus den reichen Jüngling auffordert, alles zu verkaufen und den Armen zu geben, ist das kein allgemeines Programm für alle Menschen zu allen Zeiten, sondern eine sehr konkrete Herzensdiagnose. Jesus legt den Finger auf den Götzen im Leben dieses Mannes, namentlich seinen Besitz. In anderen Situationen begegnet er Reichen anders. Nikodemus zum Beispiel wird zur Neugeburt gerufen, nicht zur sofortigen Besitzaufgabe. Entscheidend ist: Jesus zielt auf Umkehr und Nachfolge, nicht auf die Einführung eines ökonomischen Systems.

All das heißt nicht, dass Christen sich nicht für Gerechtigkeit, gegen Ausbeutung und für die Schwachen einsetzen sollen, im Gegenteil. Aber der Weg dorthin ist ein anderer als im klassischen Sozialismus. Die Bibel ruft nicht zu Klassenkampf und erzwungener Umverteilung auf, sondern zu Buße, zu einem erneuerten Herzen, das freiwillig teilt, weil es selbst von Gottes Großzügigkeit überwältigt wurde. Die Frage ist also nicht: „Welche Ideologie passt am besten zu Jesus?“, sondern: „Wie verändert Jesus Menschen so, dass sie in jeder Gesellschaft Verantwortung übernehmen, teilen, dienen und lieben?“

Die oft zitierte Geschichte von Ananias und Saphira zeigt genau diesen Gegensatz zwischen äußerem Eindruck und innerem Zustand. Sie wird gerne als Argument für eine verpflichtende Gütergemeinschaft gelesen, stellt aber bei genauerem Hinsehen vor allem eine Frage: Wo stehen wir mit unserem Herzen vor Gott?

Gerade diese Geschichte ist so dicht und herausfordernd, dass sie hier den Rahmen sprengen würde. In einem nächsten Beitrag, werden wir uns deshalb in Ruhe anschauen, was dort wirklich passiert – und warum diese Begebenheit eher davor warnt, Jesus für eine Ideologie zu vereinnahmen, als sie zu stützen.





Nach diesem ersten Blick auf das Thema bleibt für uns vor allem eines: Große Schlagworte klingen schnell überzeugend, aber sie tragen nur dann, wenn sie für uns als Christen mit der Bibel übereinstimmen und zugleich der Wirklichkeit standhalten, in der wir leben.

Wenn wir das im Hinterkopf behalten, lohnt es sich immer, genauer hinzuschauen, bei unseren eigenen Überzeugungen ebenso wie bei den lauten Parolen unserer Zeit.


In diesem Sinne, taucht tief in Gottes Wort ein und prüft alles im Licht Seiner Wahrheit. 



Eure Lizzy

 

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Dienstag, 8. Juli 2025

Die Wort-des-Glaubens-Bewegung entlarvt – „Wenn das Heilungswunder ausbleibt“

Ein Nachtrag

In meinem vorherigen Beitrag habe ich über das falsche Heilungsversprechen geschrieben, das in der Wort-des-Glaubens-Bewegung verbreitet wird. Beim erneuten Durchlesen wurde mir bewusst, dass ein zentraler Aspekt bisher gefehlt hat: nämlich, wie zerstörerisch sich diese Lehre ganz konkret im Alltag auswirkt – und welchen Schaden sie im Leben von Gläubigen und ihren Angehörigen anrichtet.

Einige dieser Auswirkungen habe ich bereits angedeutet, aber ich möchte sie nun noch persönlicher und eindrücklicher beschreiben. Auch ich selbst musste mich bereits mit diesem Thema auseinandersetzen – das erste Mal, als meine Mama eine schwere Diagnose erhielt. Gott sei Dank ist sie vollständig genesen. Und dann im vergangenen Jahr, als mein Vater schwer erkrankte – und die Heilung hier auf Erden ausblieb.

Beide Situationen brachten ganz unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Einmal ging es um schwere Entscheidungen darüber, welche medizinischen Behandlungen sinnvoll sind und welche man ablehnen sollte, das andere Mal um die Frage, wie ich meinem Vater die rettende Botschaft Christi in aller Klarheit verkünden kann. Und beide Male wurde mein Glaube geprüft: Vertraue ich Gottes Wort wirklich? Glaube ich, dass Er gut und gerecht ist – auch dann, wenn es weh tut?

Gerade dieses Vertrauen war in beiden Situationen ein großer Segen. Es hat mir ermöglicht, meinen Eltern so gut wie möglich beizustehen – auch wenn ich nicht vor Ort sein konnte. Es hat mir geholfen, den Blick auf das Wesentliche zu richten: auf die Ewigkeit, auf das Evangelium, auf die Treue Gottes – in Gesundheit wie in Krankheit, im Leben wie im Sterben.

 


Der Albtraum einer schlechten Diagnose

Natürlich beten wir um Heilung, wenn ein geliebter Mensch erkrankt – und oft auch für Fremde in unseren Gebetsgruppen. Doch wie ich bereits im letzten Beitrag geschrieben habe: Eine Heilung ist uns nicht immer verheißen. Wir, die an Jesus, unseren Heiland, glauben, sind von den Herausforderungen des Lebens nicht ausgenommen.

Fast jeder kennt jemanden, der an Krebs oder einer anderen schweren Krankheit leidet. Manche kämpfen und werden gesund. Viele andere kämpfen – und verlieren doch. Und unter ihnen sind viele treue Christen. Für sie hat Gott in seiner Weisheit und Güte die endgültige Heilung offenbar für den Himmel bestimmt.

Doch wie wirkt sich eine falsche Lehre wie die der Wort-des-Glaubens-Bewegung im Alltag konkret aus? Für mich ist es ein zutiefst tragischer Diebstahl. Was meine ich damit?

Diese Lehre erlaubt keinen Zweifel an der irdischen Heilung. Und genau dadurch wird den Betroffenen etwas Kostbares genommen: Zeit. Zeit, um sich innerlich und äußerlich auf das Kommende vorzubereiten – sei es auf Heilung oder auf das Heimgehen. Zeit für ehrliche Gespräche, für gemeinsame Erinnerungen. Zeit, um Frieden zu schließen – mit sich selbst, mit anderen, mit Gott. Zeit, um das wahre Evangelium und seine Hoffnung weiterzugeben. Und nicht zuletzt: Zeit, um praktische Dinge zu regeln, damit die Familie nicht vor einem Scherbenhaufen steht, wenn der geliebte Mensch zu Jesus heimgeht.

Ich frage mich: Warum haben so viele von uns Christen solche Angst, Jesus von Angesicht zu Angesicht zu begegnen? Warum klammern wir uns so verzweifelt an trügerische Versprechen – statt an die lebendige Hoffnung, die uns im Evangelium gegeben ist?

Ja, es ist schwer. Unfassbar schwer. Der Gedanke, einen geliebten Menschen zu verlieren – oder selbst zu sterben – bringt Schmerz, Angst, Tränen. Und doch: Sollte unsere Hoffnung nicht größer sein als unsere Angst?

Denn das ist unser Glaube: dass Jesus den Tod besiegt hat. Dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Anfang eines neuen, herrlichen Lebens in Gottes Gegenwart. Wenn wir das glauben – wirklich glauben –, warum fällt uns das Loslassen dann so schwer? Warum trösten wir uns nicht mit dieser Gewissheit, sondern klammern uns an leere Versprechen, die uns am Ende nur tiefer in Verzweiflung stürzen, wenn das ersehnte Wunder ausbleibt?

 


Wenn der Glaube zerbricht

Was viele nach dem Ausbleiben des erhofften Wunders erleben, ist nicht nur der Schmerz über Krankheit oder Verlust – sondern auch eine tiefe Erschütterung ihres Glaubens. Fragen tauchen auf, die einen innerlich zerreißen: „Habe ich nicht genug geglaubt?“ – „War mein Vertrauen zu schwach?“ – oder schlimmer noch: „Hat Gott mich verlassen?“ Solche Gedanken sind keine Seltenheit. Und sie entstehen, weil ein falsches Bild von Gott vermittelt wurde – ein Bild, das seine Liebe an unsere Leistung knüpft und sein Handeln an unsere Erwartungen bindet.

Doch der Schaden bleibt nicht auf die Gläubigen beschränkt. Auch Menschen, die dem Glauben fernstehen, beobachten solche Situationen. Wenn sie sehen, wie Christen voller Überzeugung Heilung versprechen – und dann doch am Grab stehen –, ziehen viele daraus nur einen Schluss: „Den Gott gibt’s doch gar nicht.“ Statt neugierig oder offen zu werden, wenden sie sich enttäuscht, spöttisch oder resigniert ab. Nicht wegen des wahren Evangeliums – sondern wegen einer verzerrten Darstellung davon. Was für ein Schmerz, wenn gerade dort, wo Hoffnung geteilt werden sollte, Enttäuschung und Glaubensabfall gesät wird.

 


Was mich trägt

Ich kann und will nicht alle Antworten geben. Aber was ich sagen kann – aus eigener Erfahrung – ist dies: Gottes Treue hängt nicht an meiner Stärke. Er ist kein Automat, bei dem man nur genug Glauben „einwerfen“ muss, damit das gewünschte Ergebnis herauskommt. So funktioniert unsere Beziehung zu ihm nicht. Und es ist gut, dass sie das nicht tut.

Gott bleibt gut – auch wenn es weh tut. Er bleibt treu – auch wenn das Wunder ausbleibt. Und Er bleibt nah – gerade dann, wenn wir Ihn am dringendsten brauchen.

Für mich liegt die größte Hoffnung nicht darin, dass Gott immer alles so macht, wie ich es mir wünsche – sondern darin, dass ich in allem, was geschieht, nicht allein bin. Jesus ist selbst den Weg des Schmerzes und Sterbens gegangen. Er weiß, wie es sich anfühlt. Und weil Er lebt, weiß ich: Mein Vater war nicht allein. Und ich bin es auch nicht. Kein Tag, keine Träne, kein Abschied ist sinnlos, wenn wir Ihn an unserer Seite wissen.

Diese Hoffnung tröstet mich. Sie gibt mir Frieden, auch wenn Fragen offenbleiben. Und sie hilft mir, anderen beizustehen – nicht mit leeren Versprechen, sondern mit ehrlicher Hoffnung.

 


Ein persönlicher Wunsch zum Schluss

Mein Wunsch ist, dass wir als Christen wieder lernen, die wahre Hoffnung des Evangeliums in den Mittelpunkt zu stellen – nicht menschliche Wunschvorstellungen, sondern Gottes verlässliche Verheißungen. Dass wir mutig bezeugen, dass Jesus unser größter Trost ist – nicht nur in Momenten des Sieges, sondern gerade auch im Leid. Und dass wir aufhören, Dinge zu versprechen, die Gott nie garantiert hat.

Ich wünsche mir, dass wir einander ehrlich begegnen dürfen – im Glauben, im Zweifel, im Schmerz. Und dass wir gemeinsam neu entdecken, was für ein Schatz darin liegt, dem guten Hirten zu folgen, auch wenn sein Weg nicht immer dem entspricht, was wir erhofft hatten. Denn eines ist gewiss: Er ist bei uns – bis ans Ende der Welt. Und darüber hinaus.


In diesem Sinne, taucht tief in Gottes Wort ein und prüft alles im Licht Seiner Wahrheit.



Eure Lizzy


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Montag, 19. Mai 2025

Eine schwierige Entscheidung: Mein Abschied von meiner Gemeinde

Liebe Leserinnen und Leser,

mit einem schweren Herzen teile ich heute einen sehr persönlichen Brief, den ich an die Leitung meiner Gemeinde gerichtet habe (Ich habe natürlich alle Namen entfernt für die Privatsphäre aller Beteiligten). In einem früheren Blogbeitrag hatte ich bereits einige meiner Sorgen bezüglich der theologischen Ausrichtung der Gemeinde angesprochen. Nach vielen Gebeten, intensiver Reflexion und einem tiefen Ringen mit mir selbst, habe ich nun die schwierige Entscheidung getroffen, die Gemeinde zu verlassen. Dieser Brief erklärt die Gründe für meinen Abschied, die aus tiefer Sorge um die Wahrhaftigkeit des Evangeliums resultieren. Ich hoffe, dass meine Worte euch berühren und zum Nachdenken anregen.




Liebe Gemeindeführung,

ich schreibe euch diese Zeilen mit schwerem Herzen und nach viel Gebet und Überlegung. Es fällt mir nicht leicht, dies zu sagen, aber ich habe die Entscheidung getroffen, die Gemeinde zu verlassen.

Mir ist bewusst, dass dies unerwartet wirken mag, obwohl ich mich in letzter Zeit bereits aus dem regelmäßigen Gemeindeleben zurückgezogen habe. In den letzten Wochen habe ich jedoch begonnen, die verpassten Sonntagspredigten nachzuholen. Diese Zeit der Reflexion ermöglichte es mir, meine Bedenken klarer zu erkennen. Obwohl meine Anwesenheit seltener war, habe ich einige dieser Anliegen direkt mit der Gemeindeleitung geteilt. Ich bin dankbar für das offene Ohr, das mir entgegengebracht wurde, aber leider sind diese Themen ungelöst geblieben. Sie wurden weder theologisch widerlegt noch, wenn sie als problematisch anerkannt wurden, vor der gesamten Gemeinde thematisiert. Nach reiflicher Überlegung habe ich erkannt, dass ich der Richtung, in die sich die Gemeinde bewegt, nicht mehr folgen kann.

Im Laufe der Zeit habe ich mich zunehmend über bestimmte doktrinelle Entwicklungen innerhalb der Gemeinde beunruhigt. Die Wiederbelebung und Förderung der "Passion Translation Bibel" in der Sonntagslehre, die Betonung von geistlichen Praktiken, die mehr mit der Esoterik als mit der Bibel übereinstimmen, sowie die subtile Akzeptanz – oder zumindest der Mangel an Unterscheidung – bezüglich Lehren, die mit der Neuen Apostolischen Reformation in Verbindung stehen, haben mir Sorgen bereitet. Diese Tendenzen scheinen persönliche Erfahrungen, mystische Praktiken und menschliche Anstrengung über die Vollständigkeit der Schrift und das vollbrachte Werk Christi zu stellen.

Zusätzlich bin ich zunehmend besorgt über die weit verbreitete Akzeptanz von Konzepten des Wohlstandsevangeliums, insbesondere die Betonung von Träumen, Visionen, Gesundheitsdeklarationen und Affirmationen, die oft einer „Glauben und Empfangen“-Theologie entsprechen. Während ich daran glaube, dass Gott aktiv und mächtig in unserem Leben wirkt, besteht die Gefahr, dass dieser Fokus das Fundament unseres Glaubens von Christus auf die Suche nach persönlichem Segen, Erfolg und Erfüllung verlagert.

Es hat Jahre gedauert, viele dieser schädlichen Lehren zu verlernen, und es war ein schmerzhafter Prozess. Der Weg, mich von diesen Ideen zu lösen, hat meine Perspektive tief geprägt und meine Überzeugung in die Vollständigkeit der Schrift und das Evangelium der Gnade gestärkt.

Was mich am meisten betrübt, ist, dass diese Entwicklungen uns unbeabsichtigt von der Einfachheit und Kraft des Evangeliums der Gnade abbringen können. Ich befürchte, dass geistliches Wachstum in einer Weise dargestellt wird, die uns subtil wieder zum Streben und zu Werken zurückführt, anstatt in dem vollbrachten Werk Jesu zu ruhen.

Ich möchte etwas teilen, das in einer kürzlichen Sonntagslehre gesagt wurde und eine Denkweise widerspiegelt, die meiner Meinung nach das Herz des Evangeliums verfehlt:

„… Und ich weiß, dass viele Christen an die rettende Kraft des Kreuzes glauben und vertrauen, wo Jesus freiwillig sein Leben gab, um uns neues Leben, Erlösung und Beziehung mit ihm zu geben. Und oft hören sie dort auf, als ob das alles ist… Es ist der allererste Schritt, der Anfang… Ihr wisst, diese Menschen gehen vielleicht in die Kirche, sie beten, aber sie entwickeln sich nicht weiter, entweder weil sie den Bedarf nicht sehen oder sie nicht bereit sind, den Preis zu zahlen…“

Während ich die Absicht hinter diesen Worten verstehe, Gläubige zu tieferer Hingabe zu bewegen, beunruhigt mich die Implikation, dass das Kreuz irgendwie unzureichend oder nur ein Einstiegspunkt ist. Die Schrift lehrt uns, dass alles, was wir für Leben und Gottseligkeit brauchen, in Christus zu finden ist (2. Petrus 1,3) und dass unsere Heiligung ein Werk der Gnade von Anfang bis Ende ist – nicht etwas, das wir durch einen Preis erreichen, sondern etwas, das wir im Glauben empfangen.

Bitte wisst, dass diese Entscheidung mir nicht leicht gefallen ist. Ich bin dankbar für die Menschen, die ich getroffen habe, die Gemeinschaft, die ich geteilt habe, und die Momente aufrichtiger Anbetung, die ich erlebt habe. Ich gehe nicht mit Bitterkeit, sondern mit Trauer und dem tiefen Wunsch nach Klarheit, Wahrheit und dem unerschütterlichen Fundament von Christus und seinem Wort.

Ich bete weiterhin für euch alle – für Weisheit, für Unterscheidungsvermögen und für eine vertiefte Liebe zum Evangelium von Jesus Christus.

Mit Liebe,


Lizzy



Dieser Abschied ist für mich wirklich schwer, aber es ist ein Schritt der Gehorsam gegenüber dem, was ich als Wahrheit des Evangeliums erkenne. Es ist kein Ende, sondern ein neuer Abschnitt auf meinem Weg mit Gott, und ich vertraue, daß Er mich weiterhin in Seiner Gnade leitet. In den nächsten Tagen werde ich mich noch einmal mit der Gemeindeleitung treffen, um meine Sorgen besser zu erklären und im Gespräch nach Verständnis und Aufklärung zu suchen. Ich trage keine Bitterkeit in meinem Herzen, sondern eine tiefe Dankbarkeit für die gemeinsamen Jahre und die Gewissheit, dass Gott jeden von uns in Seiner Hand hält. Mein Gebet ist, dass wir alle in der Einfachheit und Kraft des Evangeliums wachsen, in Christus verwurzelt bleiben und Seiner Wahrheit treu folgen.

In diesem Sinne, taucht tief in Gottes Wort ein und prüft alles im Licht Seiner Wahrheit.

Eure Lizzy


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Donnerstag, 17. April 2025

Verlorene Ehrfurcht – Wenn Gott zum Genie wird und wir das Kreuz gegen irdische Wünsche tauschen

Vor einiger Zeit wurde in einer WhatsApp-Gruppe unserer Gemeinde ein Video geteilt, das mich zutiefst erschüttert hat. Nicht nur, weil der Inhalt eindeutig dem Wohlstandsevangelium zuzuordnen war, sondern vor allem wegen der Reaktion darauf: Es schien, als würde niemand die Problematik erkennen. Das Video wurde kommentarlos weitergeleitet, positiv aufgenommen und sogar in Gesprächen und Gebeten inhaltlich aufgegriffen, als sei es geistlich fundiert.



Was mich am meisten beunruhigt, ist nicht nur dieses einzelne Video oder ein bestimmter Beitrag. Es ist das Gefühl eines schleichenden Abgleitens – das langsame Eindringen von Lehren, die sich zwar christlich anhören, aber im Kern eine ganz andere Botschaft als das Evangelium verkünden. Diese Lehren kreisen oft um die Vorstellung, dass der Glaube eine Art Machtmittel sei – eine Formel, mit der man Gott zum Handeln bewegen kann. Es wird suggeriert, dass Gott muss, wenn wir nur richtig glauben, positiv sprechen oder korrekt beten.

Das ist im Kern das, was man als Wohlstandsevangelium bezeichnet. In diesem sogenannten „Evangelium“ geht es – wie der Name schon andeutet – um materiellen Wohlstand, aber nicht nur das. Es geht auch um Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen und allgemeinen Erfolg. Das Grundprinzip bleibt dabei immer gleich: Gott will, dass du reich, glücklich und gesund bist – jederzeit.

Innerhalb dieses Denkens garantiert der „richtige“ Glaube automatisch das gewünschte Ergebnis. Bleibt dieses aus, liegt die Schuld bei uns: Wir haben nicht stark genug geglaubt, wir hatten Zweifel, Sünde in unserem Leben – irgendetwas muss schiefgelaufen sein. Dieses System macht aus der Beziehung zu Gott ein geistliches Geschäft, in dem wir die Bedingungen diktieren und Gott zum Lagerverwalter unseres persönlichen Wohlstandsdepots machen. Wenn wir nur die richtige „Bestellung“ abgeben, muss er liefern – ohne Spielraum, ohne Freiheit.

Der Schöpfer des Universums wird zum Flaschengeist degradiert: dreimal gerieben, und schon erfüllt er unsere Wünsche.

Natürlich geschieht das alles „im Namen Jesu“, als scheinbar geistliche Vollendung der Formel.

 


Wie erschütternd, den allmächtigen Gott der Schöpfung auf diese Weise zu behandeln. Was für eine ehrfurchtslose Haltung, zu glauben, dass unser Vater im Himmel derart manipuliert werden könne. Wie tief muss eine Generation gesunken sein, wenn sie das heilige Opfer unseres Herrn Jesus auf egoistische Wünsche reduziert – und den Heiligen Geist als spirituellen Zauberstab missbraucht.

Wir kontrollieren Gott nicht. Wir können Ihn nicht durch Glaubensformeln lenken. Echter Glaube bedeutet nicht, dass wir bekommen, was wir wollen – sondern dass wir Gott vertrauen, auch wenn wir Ihn nicht verstehen.

Gerade in diesen Tagen – unmittelbar vor Karfreitag und Ostersonntag – wird uns das wahre Wesen des Evangeliums vor Augen geführt. Es geht nicht um ein Leben in irdischem Wohlstand oder ständiger Erfüllung persönlicher Wünsche. Es geht um das Kreuz. Um das Leiden und das freiwillige Opfer des Sohnes Gottes, der sich selbst erniedrigte – um unverdiente Gnade, die durch Blut und Schmerz erkauft wurde.

 

Am Karfreitag erinnern wir uns an den gekreuzigten Christus – nicht an einen Gott, der sich nach unseren Vorstellungen richten lässt, sondern an einen Gott, der sich selbst hingibt, weil wir verloren sind.
Und am Ostersonntag feiern wir den Sieg über Tod und Sünde – nicht, weil wir ihn herbeigeglaubt hätten, sondern weil Gott souverän handelt, treu zu seinen Verheißungen, voller Macht und voller Erbarmen.
Das Evangelium ist keine Methode zur Selbstverwirklichung, sondern eine Einladung zur Umkehr, zur Nachfolge, zur Anbetung des auferstandenen Herrn.

Wir brauchen dieses Evangelium – rein, klar, unverdünnt. Unsere Gemeinden brauchen es. Unsere Herzen brauchen es.

 


Was meine Gemeinde angeht, habe ich mich bewusst entschieden, nicht öffentlich dagegen zu sprechen. Ich war eine Zeit lang nicht aktiv in der Gemeinde und wollte keine Unruhe stiften – vor allem nicht in Bezug auf Menschen, die ich persönlich nicht kenne. Stattdessen habe ich mich an eine Person aus der Gemeindeleitung gewandt, in der Hoffnung auf Rat und Orientierung. Die Antwort war zwar verständnisvoll, wies aber auch darauf hin, dass in solchen WhatsApp-Gruppen jeder selbst verantwortlich sei, Dinge zu prüfen – und dass die Leitung nicht jeden Beitrag im Blick habe.

Das kann ich ja noch nachvollziehen, in einer Welt, in der ständig Inhalte geteilt werden, kann niemand alles überprüfen. Und doch glaube ich, dass wir gerade bei theologischen Fragen – vor allem, wenn sie sich in unser Denken, Beten und Reden einschleichen – nicht einfach achselzuckend zur Tagesordnung übergehen dürfen.

Denn genau hier beginnt die stille Verfälschung. Nicht durch offene Rebellion, sondern durch ein schleichendes Verschieben von Prioritäten und Perspektiven. Es beginnt mit dem Gedanken, dass Glaube vor allem dazu da sei, unsere Lebensumstände zu verbessern. Dass Gott in erster Linie dazu da sei, unsere Wünsche zu erfüllen. Und es endet damit, dass das Kreuz seinen Mittelpunkt verliert, die Heiligkeit Gottes verblasst – und der Mensch wieder selbst auf dem Thron sitzt.

 

Die Bibel warnt uns auf leise, aber klare Weise vor solchen Entwicklungen. Jakobus erinnert uns daran, wie wenig Kontrolle wir wirklich über unser Leben haben:


„Ihr wisst ja nicht, was morgen sein wird... Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun.“ (Jakobus 4,14–15)

 

Und Paulus schreibt voller Staunen:


„O Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege!“ (Römer 11,33)

 


Das hier ist kein Plädoyer für Gesetzlichkeit oder Rechthaberei – sondern ein Ruf, das Evangelium klar und unverfälscht zu bewahren. Ich weiß, das ist ein sensibles Thema, vor allem wenn es um Menschen geht, die wir schätzen. Aber wenn uns die geistliche Gesundheit unserer Gemeinde am Herzen liegt, dürfen wir nicht schweigen – nicht mit Härte, aber mit Demut und Liebe.

Dieser Beitrag ist genau das: ein stiller Hinweis, geschrieben aus Sorge und Liebe. Ich habe nicht alle Antworten, aber ich möchte wachsam sein für das, was sich geistlich verändert. Wenn auch nur ein Mensch dadurch angeregt wird, genauer hinzuschauen, dann hat sich das Schreiben gelohnt. Und was meine Gemeinde angeht, hoffe und bete ich, dass meine Besorgnisse bald offiziell adressiert werden und wir uns alle wieder auf das wahre Evangelium besinnen.

 

 

In diesem Sinne,

 

 

Eure Lizzy


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Samstag, 29. März 2025

Plauderecke - Von Schuld zur Gnade

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Jahre mit Jesus. Oft empfand ich mich als unwürdig, eine gute Mutter, eine liebevolle Ehefrau oder eine engagierte Angestellte zu sein – geschweige denn eine treue Christin! Meine Schwächen und Fehler standen mir deutlich vor Augen, mein sündiges Wesen überwältigte mich. Ich wusste, dass die Bibel mir helfen könnte, doch es gab Tage, an denen ich sie nicht aufschlagen wollte. Ich war ungeduldig mit meiner Tochter, unversöhnlich gegenüber meinem Mann, traf Entscheidungen, die nicht mit Gottes Willen übereinstimmten, und schaffte es dennoch, mich vor mir selbst zu rechtfertigen.

An solchen Tagen erschien mir das Gebet unerreichbar. Die Scham lastete so schwer auf mir, dass ich mich kaum wagte, vor Jesus zu treten. Doch ist das der Weg, den Gott für mich vorgesehen hat? Heute weiß ich: Nein, das ist er nicht. Gott sei Dank habe ich im Laufe der Zeit verstanden, wie gütig und liebevoll unser himmlischer Vater ist.

Es ist richtig, dass wir uns ärgern, wenn wir gesündigt haben. Das zeigt, dass unser Gewissen noch empfindsam ist, dass wir erkennen, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Diese Erkenntnis soll uns zur Umkehr führen. Aber manchmal kann Scham uns so sehr erdrücken, dass sie uns von Gott entfernt, anstatt uns zu ihm zu führen. Genau da liegt das Problem.

In solchen Zeiten, versuche ich mich an die Stimme in der Wüste zu erinnern, eine Stimme die auch meine eigene innere Wüste durchbricht:

"Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!" (Johannes 1,29)




Jesus ist nicht nur für die Sünden gestorben, die ich vor meiner Bekehrung begangen habe, sondern für alle Sünden. Die Schuldgefühle, die mich manchmal übermannen, sind nichts anderes als das Flüstern des Feindes. Er will mich davon überzeugen, dass ich unwürdig bin, dass meine Fehler mich von Gott trennen. Aber die Wahrheit ist: Der Feind wurde besiegt, als Jesus am Kreuz starb und wieder auferstand. Er hat keine Macht mehr über mich – es sei denn, ich gebe sie ihm, indem ich seine Lügen glaube.

Was mich befreit? Die Wahrheit über Gott und meine Identität in ihm. Ich bin nicht nur seine Schöpfung, sondern sein Kind. Er hat mich in seine Familie aufgenommen, mich versiegelt und nennt sich selbst meinen Vater im Himmel. Und ein guter Vater liebt seine Kinder, selbst wenn sie Fehler machen.

Denken wir an unsere eigenen Kinder, Neffen, Nichten oder die Kinder unserer Freunde. Wir lieben sie in jeder Phase ihres Lebens: als Babys, als Kleinkinder, in der Schulzeit, in der Pubertät und auch dann, wenn sie erwachsen sind. Hört diese Liebe auf, wenn sie Fehler machen? Nein! Auch wenn sie uns enttäuschen, würden wir sie niemals aufgeben. Wie viel mehr liebt uns unser himmlischer Vater, der vollkommen und unendlich geduldig ist?

Paulus beschreibt diesen inneren Kampf so ehrlich:

"Denn ich verstehe mein eigenes Handeln nicht. Denn ich tue nicht, was ich will, sondern ich tue das, was ich hasse." (Römer 7,15)



Es tröstet mich zu wissen, dass selbst Paulus – dieser außergewöhnliche Mann Gottes – mit sich gerungen hat. Meine Sünden wurden am Kreuz vergeben, als Jesus sein heiliges Blut für mich vergoss. Der Preis war unvorstellbar hoch, doch Jesus zahlte ihn aus Liebe.

Aber eines hat sich nicht verändert: meine menschliche Natur. Ich bin und bleibe fehlerhaft. Deshalb wende ich mich an Gott, um Weisheit zu erlangen, um zu lernen, um mich von Ihm erziehen zu lassen. Und wenn ich falle, darf ich wissen, dass Er mich auffängt und wieder aufrichtet.

Er liebt mich. Jesus liebt mich. Der Heilige Geist liebt mich. Und er erinnert mich – manchmal sanft, manchmal nachdrücklicher – daran, dass "alle gesündigt haben und die Herrlichkeit Gottes verfehlen" (Römer 3,23). Ich bin keine Ausnahme. Aber ebenso wenig bin ich eine Ausnahme, wenn es um seine Gnade geht.



Ich will mich nicht mehr von Schuldgefühlen niederdrücken lassen. Ich will mich daran erinnern, dass sogar Paulus kämpfte, dass Jesus für alles bezahlt hat – für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Ich will mich entscheiden, auf die Stimme der Wahrheit zu hören und nicht auf die eines besiegten Lügners. Mein Vertrauen will ich allein auf Jesus setzen.

Und ich will beten:

"Gott, ich weiß, dass ich ein Sünder bin. Ich weiß, dass ich die Konsequenzen meiner Sünde verdient habe. Doch ich vertraue auf Jesus Christus als meinen Retter. Ich glaube, dass sein Tod und seine Auferstehung meine Vergebung bewirkt haben. Ich vertraue auf Jesus und Jesus allein als meinen Herrn und Erlöser. Amen."

Dieses Gebet ist nicht nur ein Lippenbekenntnis. Es ist die Wahrheit, die mein Herz erfüllt. Ich bin erlöst, nicht wegen meiner Leistung, sondern wegen seiner unermesslichen Gnade. Und das ist das Fundament, auf dem ich stehen will.


In diesem Sinne,


Eure Lizzy

 

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Dienstag, 21. Januar 2025

Die Sache mit der Frage: „Warum Gott, warum…“

Meine lieben Leser, zuerst einmal möchte ich mich für die Funkstille im Dezember entschuldigen. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, mindestens einmal im Monat zu schreiben, aber die Festlichkeiten kamen dazwischen. Wir hatten das große Vergnügen, Fräulein Faithful für ganze zwei Wochen bei uns zu haben. In dieser Zeit konnten wir gemeinsam unseren Herrn Jesus feiern und das neue Jahr einläuten.

Leider Gottes hat unser neues Jahr keinen guten Start genommen. Völlig unverhofft ist unser geliebtes Haustier verstorben. Mein Herz ist schwer, denn unser kleines Kaninchen, voller Energie und Charakter, hat uns zwei Jahre lang so viel Freude gebracht. Sein unverhoffter Tod hat in unseren Herzen ein recht großes Loch hinterlassen.




Wann immer unser Leben aufgerüttelt wird – sei es durch den Tod eines geliebten Menschen oder Haustiers, durch einen Unfall oder den Verlust einer Arbeit – neigen wir dazu zu fragen: „Warum Gott, warum?“ Es ist eine natürliche Reaktion auf Schmerz und Verlust, eine Suche nach Antworten, wenn unser Herz schwer ist und wir das Leid nicht verstehen.

Habe ich die Antwort auf diese Frage gefunden? Nein, nicht wirklich. Was ich jedoch gefunden habe, ist Trost in meinem Heiland. Ich habe Trost in dem Wissen, dass Er mich und die Meinen liebt. Ich habe Trost in der Erkenntnis, dass Verlust und Schmerz keine Bestrafung sind, sondern dass sie zu den unausweichlichen Realitäten einer gefallenen Welt gehören. Schmerz, Verlust und Traurigkeit sind leider Teil dieses Lebens. Doch meine Hoffnung ruht in der Opfergabe Jesu.




Jesus hat uns versprochen, dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben finden werden – ein Leben, in dem Er all unsere Tränen trocknen wird, ein Leben in der Gegenwart Gottes, des Schöpfers dieser Welt. Dieses Versprechen ist ein Anker für meine Seele, besonders in Zeiten der Traurigkeit. Es gibt mir die Zuversicht, dass der Tod und nicht das letzte Wort hat, dass Schmerz nicht für immer andauert, sondern dass eine vollkommene Freude und ewige Gemeinschaft mit Gott auf uns warten.


3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.

4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.

Offenbahrung 21,3-5


Vielleicht fragt auch ihr euch manchmal: „Warum Gott, warum?“. Ich möchte euch ermutigen, eure Fragen, eure Trauer und euren Schmerz vor Ihn zu bringen. Er hört euch, und Er versteht euch. Und auch wenn die Antworten vielleicht nicht sofort kommen, kann sein Trost unsere Herzen berühren und heilen.

Möge dieser Trost auch euch in schweren Zeiten tragen.





In diesem Sinne,


Eure Lizzy


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Dienstag, 19. November 2024

Die Sache mit der Einladung: Auf welcher Seite des Zaunes stehst du?

 

Psalm 23

1 Ein Psalm. Von David. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.

3 Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

4 Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.

6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins[ Haus des HERRN für immer.



Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit meinem Bruder über meinen Glauben. Er gestand mir, dass er Schwierigkeiten habe, sich sicher zu sein, ob Gott und Jesus wirklich existieren (Vom Heiligen Geist erzähle ich ihm später 😉)  Diese Unsicherheit erinnerte mich an eine Geschichte, die ich einmal gehört habe – die Geschichte eines jungen Mannes, der buchstäblich „auf dem Zaun“ sitzt, unfähig, eine Entscheidung zu treffen.

Die Geschichte vom jungen Mann auf dem Zaun

Die Erzählung geht so: Es gab einen jungen Mann, der auf einem Zaun saß. Zu seiner Linken war eine Wiese voller Schafe, zu seiner Rechten ein Feld mit Ziegen. Er konnte sich nicht entscheiden, auf welche Seite er gehen sollte, also blieb er einfach auf dem Zaun sitzen.

Während er dort saß, fühlte er sich sicher. Schließlich war er weder hier noch dort, sondern in einer Art neutraler Zone. Er dachte, er hätte alle Zeit der Welt, um eine Entscheidung zu treffen.

Dann kam der Hirte der Schafe, sammelte seine Herde ein und führte sie sicher in einen Stall. Danach trat der Hirte der Ziegen auf den jungen Mann zu und sagte: „Es ist Zeit zu gehen.“ Der junge Mann schaute ihn verwirrt an und sagte: „Aber ich habe mich doch noch gar nicht entschieden. Ich bin doch hier auf dem Zaun.“

Der Hirte der Ziegen lächelte und antwortete: „Wer hat dir gesagt, dass der Zaun neutral ist? Wusstest du nicht, dass der Zaun mir gehört?“



Die Illusion der Neutralität

Diese Geschichte hat eine kraftvolle Botschaft. Viele Menschen glauben, dass sie sich in einer Art neutraler Zone befinden, wenn sie keine bewusste Entscheidung für oder gegen Jesus treffen. Doch die Wahrheit ist: Es gibt keine neutrale Zone. So wie in der Geschichte der Zaun dem Hirten der Ziegen gehörte, so gehört auch die scheinbare „Neutralität“ in der Realität der Dunkelheit.

Jesus selbst sagt in Matthäus 12,30: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.“ Es gibt keinen Mittelweg, keine „Grauzone“. In geistlichen Dingen ist die Welt schwarz-weiß. Wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen – bei Jesus oder nicht.

Die Einladung Jesu

Die gute Nachricht ist: Jesus lädt uns jeden Tag ein, zu ihm zu kommen. Er ist der gute Hirte, der uns ruft, uns liebt und für uns sein Leben gegeben hat. Doch er zwingt niemanden. Die Entscheidung, ihm zu folgen, liegt allein bei uns.

Im Johannesevangelium heißt es: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden.“ (Johannes 10,9) Jesus hat die Tür geöffnet, aber wir müssen hindurchgehen. Wir können nicht ewig auf dem Zaun sitzen und glauben, dass wir damit sicher sind.




Warum wir uns entscheiden müssen

Das Leben ist voller Entscheidungen, und manche haben weitreichende Konsequenzen. Die wichtigste Entscheidung, die wir je treffen können, ist die für oder gegen Jesus. Warum? Weil unser Leben auf dieser Erde vergänglich ist, aber unsere Seele ewig lebt.

Jesus kam, um uns zu retten, um uns einen Weg zu Gott zu öffnen. Er hat alles für uns getan. Doch wenn wir uns nicht bewusst für ihn entscheiden, lehnen wir sein Geschenk der Rettung ab.

Die Zeit ist jetzt

Die Einladung steht: „Komm an den Tisch des Herrn.“ Warte nicht darauf, dass „irgendwann“ der richtige Moment kommt. Die Zeit, sich zu entscheiden, ist jetzt. Jesus ist bereit, dich mit offenen Armen zu empfangen.

Lass dich nicht von der Illusion täuschen, dass es sicher ist, auf dem Zaun zu bleiben. Der Zaun gehört nicht Jesus. Entscheide dich für die Seite des Lebens, der Liebe und der Wahrheit. Entscheide dich für Jesus, denn das Morgen ist nicht garantiert.

Fazit

Die Geschichte vom jungen Mann auf dem Zaun erinnert uns daran, wie trügerisch die scheinbare Sicherheit der Neutralität sein kann. Gott bietet uns alles an – Vergebung, Liebe, Frieden und eine Beziehung mit ihm. Doch er überlässt uns die Wahl.

Hörst du seine Stimme? Spürst du, wie er dich ruft? Warte nicht. Komm an seinen Tisch. Entscheide dich heute.

 

In diesem Sinne,


Eure Lizzy