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Donnerstag, 17. April 2025

Verlorene Ehrfurcht – Wenn Gott zum Genie wird und wir das Kreuz gegen irdische Wünsche tauschen

Vor einiger Zeit wurde in einer WhatsApp-Gruppe unserer Gemeinde ein Video geteilt, das mich zutiefst erschüttert hat. Nicht nur, weil der Inhalt eindeutig dem Wohlstandsevangelium zuzuordnen war, sondern vor allem wegen der Reaktion darauf: Es schien, als würde niemand die Problematik erkennen. Das Video wurde kommentarlos weitergeleitet, positiv aufgenommen und sogar in Gesprächen und Gebeten inhaltlich aufgegriffen, als sei es geistlich fundiert.



Was mich am meisten beunruhigt, ist nicht nur dieses einzelne Video oder ein bestimmter Beitrag. Es ist das Gefühl eines schleichenden Abgleitens – das langsame Eindringen von Lehren, die sich zwar christlich anhören, aber im Kern eine ganz andere Botschaft als das Evangelium verkünden. Diese Lehren kreisen oft um die Vorstellung, dass der Glaube eine Art Machtmittel sei – eine Formel, mit der man Gott zum Handeln bewegen kann. Es wird suggeriert, dass Gott muss, wenn wir nur richtig glauben, positiv sprechen oder korrekt beten.

Das ist im Kern das, was man als Wohlstandsevangelium bezeichnet. In diesem sogenannten „Evangelium“ geht es – wie der Name schon andeutet – um materiellen Wohlstand, aber nicht nur das. Es geht auch um Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen und allgemeinen Erfolg. Das Grundprinzip bleibt dabei immer gleich: Gott will, dass du reich, glücklich und gesund bist – jederzeit.

Innerhalb dieses Denkens garantiert der „richtige“ Glaube automatisch das gewünschte Ergebnis. Bleibt dieses aus, liegt die Schuld bei uns: Wir haben nicht stark genug geglaubt, wir hatten Zweifel, Sünde in unserem Leben – irgendetwas muss schiefgelaufen sein. Dieses System macht aus der Beziehung zu Gott ein geistliches Geschäft, in dem wir die Bedingungen diktieren und Gott zum Lagerverwalter unseres persönlichen Wohlstandsdepots machen. Wenn wir nur die richtige „Bestellung“ abgeben, muss er liefern – ohne Spielraum, ohne Freiheit.

Der Schöpfer des Universums wird zum Flaschengeist degradiert: dreimal gerieben, und schon erfüllt er unsere Wünsche.

Natürlich geschieht das alles „im Namen Jesu“, als scheinbar geistliche Vollendung der Formel.

 


Wie erschütternd, den allmächtigen Gott der Schöpfung auf diese Weise zu behandeln. Was für eine ehrfurchtslose Haltung, zu glauben, dass unser Vater im Himmel derart manipuliert werden könne. Wie tief muss eine Generation gesunken sein, wenn sie das heilige Opfer unseres Herrn Jesus auf egoistische Wünsche reduziert – und den Heiligen Geist als spirituellen Zauberstab missbraucht.

Wir kontrollieren Gott nicht. Wir können Ihn nicht durch Glaubensformeln lenken. Echter Glaube bedeutet nicht, dass wir bekommen, was wir wollen – sondern dass wir Gott vertrauen, auch wenn wir Ihn nicht verstehen.

Gerade in diesen Tagen – unmittelbar vor Karfreitag und Ostersonntag – wird uns das wahre Wesen des Evangeliums vor Augen geführt. Es geht nicht um ein Leben in irdischem Wohlstand oder ständiger Erfüllung persönlicher Wünsche. Es geht um das Kreuz. Um das Leiden und das freiwillige Opfer des Sohnes Gottes, der sich selbst erniedrigte – um unverdiente Gnade, die durch Blut und Schmerz erkauft wurde.

 

Am Karfreitag erinnern wir uns an den gekreuzigten Christus – nicht an einen Gott, der sich nach unseren Vorstellungen richten lässt, sondern an einen Gott, der sich selbst hingibt, weil wir verloren sind.
Und am Ostersonntag feiern wir den Sieg über Tod und Sünde – nicht, weil wir ihn herbeigeglaubt hätten, sondern weil Gott souverän handelt, treu zu seinen Verheißungen, voller Macht und voller Erbarmen.
Das Evangelium ist keine Methode zur Selbstverwirklichung, sondern eine Einladung zur Umkehr, zur Nachfolge, zur Anbetung des auferstandenen Herrn.

Wir brauchen dieses Evangelium – rein, klar, unverdünnt. Unsere Gemeinden brauchen es. Unsere Herzen brauchen es.

 


Was meine Gemeinde angeht, habe ich mich bewusst entschieden, nicht öffentlich dagegen zu sprechen. Ich war eine Zeit lang nicht aktiv in der Gemeinde und wollte keine Unruhe stiften – vor allem nicht in Bezug auf Menschen, die ich persönlich nicht kenne. Stattdessen habe ich mich an eine Person aus der Gemeindeleitung gewandt, in der Hoffnung auf Rat und Orientierung. Die Antwort war zwar verständnisvoll, wies aber auch darauf hin, dass in solchen WhatsApp-Gruppen jeder selbst verantwortlich sei, Dinge zu prüfen – und dass die Leitung nicht jeden Beitrag im Blick habe.

Das kann ich ja noch nachvollziehen, in einer Welt, in der ständig Inhalte geteilt werden, kann niemand alles überprüfen. Und doch glaube ich, dass wir gerade bei theologischen Fragen – vor allem, wenn sie sich in unser Denken, Beten und Reden einschleichen – nicht einfach achselzuckend zur Tagesordnung übergehen dürfen.

Denn genau hier beginnt die stille Verfälschung. Nicht durch offene Rebellion, sondern durch ein schleichendes Verschieben von Prioritäten und Perspektiven. Es beginnt mit dem Gedanken, dass Glaube vor allem dazu da sei, unsere Lebensumstände zu verbessern. Dass Gott in erster Linie dazu da sei, unsere Wünsche zu erfüllen. Und es endet damit, dass das Kreuz seinen Mittelpunkt verliert, die Heiligkeit Gottes verblasst – und der Mensch wieder selbst auf dem Thron sitzt.

 

Die Bibel warnt uns auf leise, aber klare Weise vor solchen Entwicklungen. Jakobus erinnert uns daran, wie wenig Kontrolle wir wirklich über unser Leben haben:


„Ihr wisst ja nicht, was morgen sein wird... Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun.“ (Jakobus 4,14–15)

 

Und Paulus schreibt voller Staunen:


„O Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege!“ (Römer 11,33)

 


Das hier ist kein Plädoyer für Gesetzlichkeit oder Rechthaberei – sondern ein Ruf, das Evangelium klar und unverfälscht zu bewahren. Ich weiß, das ist ein sensibles Thema, vor allem wenn es um Menschen geht, die wir schätzen. Aber wenn uns die geistliche Gesundheit unserer Gemeinde am Herzen liegt, dürfen wir nicht schweigen – nicht mit Härte, aber mit Demut und Liebe.

Dieser Beitrag ist genau das: ein stiller Hinweis, geschrieben aus Sorge und Liebe. Ich habe nicht alle Antworten, aber ich möchte wachsam sein für das, was sich geistlich verändert. Wenn auch nur ein Mensch dadurch angeregt wird, genauer hinzuschauen, dann hat sich das Schreiben gelohnt. Und was meine Gemeinde angeht, hoffe und bete ich, dass meine Besorgnisse bald offiziell adressiert werden und wir uns alle wieder auf das wahre Evangelium besinnen.

 

 

In diesem Sinne,

 

 

Eure Lizzy


Bilderquelle: https://dailyverses.net/de


Donnerstag, 24. Oktober 2024

Die Sache mit dem Gebet: Vom Bitten zum Vertrauen – Gespräche, die das Leben verändern

 

Beten ist für mich eine der wertvollsten, wenn nicht die wertvollste Praxis im Leben eines gläubigen Christen. Es ist weit mehr als eine einseitige Kommunikation – Beten ist ein lebendiger, intimer Dialog mit Gott.


Ich erinnere mich noch gut daran, wie unsicher und steif sich meine ersten Gebete anfühlten. Oft fragte ich mich: „Mache ich das richtig? Hört Gott mich überhaupt?“ Diese Unsicherheit und der Wunsch, das Gebet „richtig“ zu machen, belasteten mich, besonders wenn ich nicht die Antworten bekam, die ich mir erhoffte. Wenn meine Bitten scheinbar ungehört blieben, fühlte ich mich abgelehnt oder unfähig – unfähig, weil ich glaubte, das Gebet falsch ausgeführt zu haben, und abgelehnt, weil Gott mir nicht gab, was ich wollte.

Als ich frisch aus der Esoterik kam und Gott mich befreit hatte, geriet ich schnell in die Lehren des Wohlstandsevangeliums. Diese Lehren vermittelten mir den Eindruck, dass ich, solange ich genug Glauben und keine Zweifel hatte, alles von Gott bekommen würde, worum ich bitte. Es war, als müsste Gott meine Wünsche erfüllen, wenn ich nur „alles richtig“ machte.



Was für ein großes Geschenk, dass Gott uns in Seiner Gnade und Liebe begegnet! Er hat uns Seinen Sohn Jesus zur Errettung gesandt und ist voller Geduld mit uns. Über die Jahre hat der Heilige Geist mir geholfen, Gottes wahren Charakter immer besser zu verstehen. Gott ist weder unpersönlich noch manipulierbar, wie ich es früher in der Esoterik gelernt hatte. Nein, Er ist souverän, gerecht, liebevoll und unendlich gut.

Je mehr ich in meiner Beziehung zu Gott, Jesus und dem Heiligen Geist gewachsen bin, desto natürlicher wurde das Gebet. Heute sehe ich es als das, was es wirklich ist: ein einfaches, ehrliches Gespräch mit meinem himmlischen Vater. Es muss nicht kompliziert sein.

Auch der Inhalt meiner Gebete hat sich verändert. Früher wandte ich mich oft nur in der Not an Gott. Heute bringe ich alle meine Anliegen im Vertrauen vor Ihn, bevor die Not kommt. Statt ständiger Bitten verbringe ich viel mehr Zeit in Dankbarkeit und Lobpreis. Diese Veränderung hat mein Vertrauen in Ihn vertieft. Ich weiß jetzt, dass Gott alle meine Bedürfnisse kennt, lange bevor ich sie selbst verstehe, und dass Er sich liebevoll um alles kümmert.



Es geht nicht darum, Gott als eine Art „Wunscherfüller“ zu betrachten, sondern um die Beziehung, die wir mit Ihm pflegen dürfen. Jeder kennt jemanden, der sich nur dann meldet, wenn er etwas braucht. Wie traurig wäre es, wenn wir in unserer Beziehung zu Gott genau das tun würden. Doch wie schön ist es, wenn wir stattdessen täglich die Nähe unseres himmlischen Vaters suchen, Ihm unser Herz öffnen und uns in Seiner Liebe geborgen wissen.

Denn am Ende geht es immer um diese tiefe, innige Beziehung – eine, die auf Vertrauen, Liebe und Hingabe basiert. Und in dieser Beziehung werden wir erkennen, dass Gott uns nicht nur hört, sondern dass Er bereits liebevoll an unserem Leben wirkt, oft auf Arten, die wir zunächst gar nicht sehen.


In diesem Sinne,


Eure Lizzy


Bilderquelle: https://dailyverses.net/de



Montag, 9. November 2015

Wohlstandsevangelium - Das Falsches Versprechen Sieg und Erfolg (Teil 4)

Wohlstandsevangelium -  Das Falsches Versprechen Sieg und Erfolg (Teil 4)




Die falschen versprechen des Wohlstandevangeliums


Falsches Versprechen Nr. 3 Der Sieg und Erfolg für die Gläubigen

Gottes Wille für uns laut Wohlstandsevangelium:

  • Es ist Gottes Wille, dass wir immer glücklich sind.
  • Es ist Gottes Wille für uns im Wohlstand statt in Armut zu leben.
  • Es ist Gottes Wille für uns, unsere Rechnungen zu bezahlen, so dass wir nicht mit Schulden leben müssen. 
  • Es ist Gottes Wille für uns in vollkommener Gesundheit zu leben und nie Krankheit zu erfahren. 

Der Fokus in der Bibel liegt auf alles was ihr nötig habt, nicht alles was ihr euch wünscht.
Dieser Lehre nach hat Jesus genau das für uns ermöglicht. Mit seinem Tod hat er all das für uns "bezahlt" und wenn wir es nur richtig machen, dann können wir alles haben. Mit anderen Worten, den Himmel auf Erden.

Aber wenn alles in unserer Hand liegt, wozu, frage ich mich, brauchen wir dann Gott? Wird in diesen Kreisen nicht gelehrt, dass wir, wie Gott, schöpferische Kraft haben und damit jegliche Form von Wohlstand und Gesundheit selber erschaffen können? Wenn wir alles selber erschaffen könnten, heißt das nicht auch, dass man Gott manipulieren könnte, einem genau das zu geben was man haben möchte? Wo bleibt da der Plan Gottes für uns? Reduziert das Gott nicht  auf ein unerschöpfliches, übernatürliches Warenhaus?


Haben wir gewonnen, wenn wir unser Leben Jesus Christus übergeben? Ja. Absolut! Keine Frage. Aber heißt das jetzt, dass ich den Himmel auf Erden erleben darf, oder gar, dass mir der Himmel auf Erden zusteht?  Nicht unbedingt, denn in der Bibel steht:


Johannes 15, 18-20 (EU)

18 Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
19 Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
20 Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.

Was ich nicht in der Bibel finde ist, wo Jesus, sagt folge mir nach ich mach dich reich, oder folge mir nach und ich schenke dir immerwährende Gesundheit. Ich finde auch keinen Bibelvers der besagt folge mir nach und ich garantiere dir das du für immer glücklich wirst.

Was ich in der Bibel finde ist:

Matthäus 5,3-12 (EU)

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind die Friedfertigen;1 denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.



Für mich beinhalten diese Bibelverse die klare Ansage, das Jesus zu folgen eben nicht leicht ist sondern das Gegenteil. Christ zu sein heißt den Widrigkeiten dieser Welt ausgesetzt zu sein. Christen auf aller Welt werden für ihren Glauben beleidigt,verfolgt,enteignet, verjagt und sogar getötet. Das steht für mich im starken Kontrast zu den Lehren des Wohlstandsevangeliums Diese Christen sind nicht weniger gläubig, ganz im Gegenteil, diese Christen halten an Jesus fest obwohl sie mit dem Tod bedroht werden, für mich ist das wahrer, gelebter Glauben.


Matthäus 16,24-25 (EU)

24 Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
25 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.                                                      
                                                                             
Hier steht eindeutig, dass jeder, der Jesus folgt sein eigenes Kreuz tragen muss, ganz so wie Jesus sein Kreuz tragen musste. Das Kreuz für Jesus war ein Folterinstrument, keine Partydekoration. Das Kreuz steht für Leiden, Schmerzen, Enttäuschungen, Trauer und am Ende, und erst am Ende, Sieg.


Den Sieg, den die Wohlstandprediger in dieser Welt versprechen, ist der Sieg den wir erst erreichen wenn wir zum Vater heimkehren. Das ist der Grund warum Jesus am Kreuz gestorben ist, damit Gott unsere Sünden vergeben kann und nicht damit wir ein sorgenloses Leben führen können.

Römer 5, 1-11 (EU)


Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus;
2 durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
6 Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben.
7 Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben.
8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
9 Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!
10 Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.
11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.


Und eins noch. Ich bin wohl der Meinung, dass man auch in widrigen Umständen froh sein kann und Freude leben darf. Paulus ist da ein bedeutendes Beispiel. Und man darf auch beherzt beten, aber man darf nicht der Überzeugung sein, dass einem zusteht, worum man bittet. Gott ist Gott und seine Pläne sind seine Pläne. Dafür ist Gott eben Gott.

Das ist für jetzt, der letzte Teil zu diesem Thema. Ich habe so viele verschiedene Ideen und Ansätze zu diesem Thema, dass ich mir sicher bin, das es noch häufiger auftaucht. Wie seht Ihr das Ganze, habt ihr Anregungen, Ideen oder Einwende? Schreibt mir doch in den Kommentaren.


In diesem Sinne,



Eure Lizzy




Mittwoch, 4. November 2015

Wohlstandsevangelium - Das Falsches Versprechen Heilung (Teil 3)

Wohlstandsevangelium -  Das Falsches Versprechen Heilung  (Teil 3)




Die falschen versprechen des Wohlstandevangeliums



Falsches Versprechen Nr. 2 Gesundheit und Heilung für die Gläubigen

Bei diesem Thema wird es schnell schwierig. Im Wohlstandsevangelium predigt man, dass alle Krankheiten vom Satan sind, und dass wir als Christen die Macht über ihn, und damit jegliche Krankheit haben. Was aber, wenn die sichtbare Heilung ausbleibt? Schnell entstehen Zweifel an sich selbst oder gar an Gott. Es gibt Menschen. die wegen dieser Überzeugung auf medizinische Versorgung verzichten und deshalb schwer krank werden oder gar sterben. Traurig aber wahr. Dann kommt es zu solchen Nachrichten (Dieses Problem betrifft nicht nur das Wohlstandsevangelium):

Masern und impfkritische Pfarrer in Texas

"Vor kurzem wurden bei einem Ausbruch der Masern in Texas wurden 21 Menschen angesteckt, darunter ein 4 Monate altes Baby. Die Krankheit wurde durch einen Reisenden aus Indonesien eingeschleppt und verbreitete sich schnell unter den 1500 Mitgliedern der „Eagle Mountain International Church“."


(Quelle: Psiram [12. September 2013])


Gebet statt Arzt: Elternpaar in den USA wegen Totschlags verurteilt

Der oberste Gerichtshof im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin hat die Verurteilung eines Elternpaares wegen Totschlags bestätigt. Die Eltern hatten mit ihrem schwer kranken Kind aus religiösen Gründen keinen Arzt aufgesucht sondern für Heilung gebetet. Das Kind war jedoch gestorben.

"(Quelle: Jesus.de [05.07.2013])


Da stimmt doch was nicht, wenn diese Prediger recht hätten, gäbe es keinen kranken Christen auf dieser Welt, oder? Ich persönlich kenne viele Christen, die unter der einen oder anderen Krankheit leiden. Würde das nicht bedeuten, dass es ihre eigene Schuld sei krank zu sein? Ganz abgesehen von meinem momentanen Schnupfen, heißt das, ich glaube nicht genug oder bete ich falsch? Woran liegt es denn? Ist das Biblisch? Nein! Ich finde in der Bibel drei Hauptgründe für Krankheit.

Von Gott so geschaffen

2.Mose 4,11 (LUT)

Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR?

Gott kannte uns schon bevor er uns geschaffen hat, keiner von uns ist ein "Unfall". Jedes Kind, das behindert geboren, wird ist genauso Gottes Kind wie du und ich. Manche Menschen leiden jahrelang an ihren Krankheiten, häufig können wir das Leiden nicht verstehen, aber wir dürfen darauf vertrauen, das Gott einen Plan für uns hat.

Psalm 139,16 (EU)

Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war

Von Gott als Strafe für Sünde

Das Beispiel der Ägypter

2.Mose 9,8-12 (EU)

8 Da sprach der Herr zu Mose und Aaron: Holt euch eine Hand voll Ofenruß und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao in die Höhe werfen.
9 Er wird als Staub auf ganz Ägypten niedergehen und an Mensch und Vieh Geschwüre mit aufplatzenden Blasen hervorrufen, in ganz Ägypten.
10 Sie holten den Ofenruß, traten vor den Pharao und Mose warf ihn in die Höhe. Da bildeten sich an Mensch und Vieh Geschwüre mit aufplatzenden Blasen.
11 Die Wahrsager konnten wegen der Geschwüre Mose nicht gegenübertreten, sie waren wie alle Ägypter von Geschwüren befallen.
12 Aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, sodass er nicht auf sie hörte. So hatte es der Herr dem Mose vorausgesagt.

Oder wie wäre es mit Saul?

Apostelgeschichte 9, 3-8 (EU)

3 Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
4 Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
5 Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
6 Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.
7 Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand.
8 Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts.


In diesen Fällen geht es darum, sich von der Sünde ab zukehren und sich Gott zuzuwenden und seinen Willen zu erfüllen. Die Ägypter und Saul wurden geheilt nachdem sie sich Gottes Willen beugten. So mancher Mensch hat erst in seiner Krankheit Gott gefunden oder seinen verlorenen Glauben wiederbelebt. Saulus wurde vom Christenverfolger zu einem der glühendsten Vertreter des Christentums. Gottes Wege sind unergründlich.



Vom Satan

Hier ist wohl das aller beste Beispiel Hiob Kapitel 1 (Hier nachlesen).  Wenn man dieses Kapitel genau liest, sieht man, dass Gott Satan gewähren lässt ohne einzuschreiten, um Hiob in seinem Glauben zu testen. Für mich bedeutet das, der Teufel kann nur tun, was Gott erlaubt. Das bedeutet aber auch, dass er dem Teufel Einheit gebieten kann, weil Gott eben Gott ist (und kein gefallener Engel.)

Eine andere Möglichkeit  ist, wie  Dämonen, Satans Untertanen, unseren Körper beeinflussen können. (Mehr zum Thema Geister und Dämonen).

 Lukas 13, 11-13 (EU)

11 Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde; ihr Rücken war verkrümmt und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen.
12 Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
13 Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.


Und dann ist da noch der Punkt das Gott nicht immer Heilen möchte.

2.Korinther 12,7-10 (EU)

7 Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.
8 Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse.
9 Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
10 Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.



Meine ganz persönliche Meinung zum Thema?

Ja, Gott heilt immer. Es ist eine Frage der Zeit und die entzieht sich unserem Verständnis.
  • Gott heilt sofort, das nennt man Wunder.
  • Gott heilt in einem Prozess, das kann dauern.
  • Gott heilt uns, wenn wir den Körper ablegen und ins ewige Leben über gehen.

Es ist wahr, dass sich in der Bibel Geschichten finden, in welchen der Glaube für die Heilung ausreicht (zum Beispiel die Frau mit den Blutungen), aber das ist  eben nicht immer so.

Matthäus 9,20-22 (LUT)

20 Und siehe, eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss hatte, trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes.
21 Denn sie sprach bei sich selbst: Könnte ich nur sein Gewand berühren, so würde ich gesund.
22 Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.


Und das wichtigste von allem ist:  Zuerst zu Gott und dann  zum Arzt. Ärztliche Behandlungen sollten nie generell ausgeschlossen werden, welche Therapien in welchem Umfang angenommen werden, sind persönliche Entscheidungen, die immer auf ausführlicher, medizinischer Informationen basieren sollten.

Den Arzt abzulehnen ist wie die Geschichte des Mannes bei der Überschwemmung. Diese Geschichte steht nicht in der Bibel, aber trifft den Nagel auf den Kopf.


Worauf hast du gewartet?

Die Hochwasserkatastrophe hat einen Mann auf das Dach seines Hauses getrieben. Doch auch dort ist er nicht sicher - das Wasser steigt bedrohlich an. Retter in einem Boot kommen vorbei und wollen ihn mitnehmen. "Nein danke", antwortet er, "Gott wird mich retten." Es wird Nacht, das Wasser steigt weiter, der Mann klettert auf den Schornstein. Wieder kommt ein Boot vorbei, und die Helfer rufen: "Steig ein!" "Nein, danke, Gott wird mich retten." ist die Antwort. Schließlich kommt ein Hubschrauber. Die Besatzung sieht ihn im Scheinwerferlicht, das Wasser reicht ihm bis zum Kinn. "Nehmen Sie die Strickleiter", ruft einer der Männer. "Nein, danke, Gott wird mich retten." sind die letzten Worte des Mannes, denn kurze Zeit später ertrinkt er. Im Himmel beschwert er sich bei Gott: "Mein Leben lang habe ich treu an Dich geglaubt. Warum hast Du mich nicht gerettet?" Gott sieht ihn erstaunt an: "Ich habe dir zwei Boote und einen Hubschrauber geschickt. Worauf hast du gewartet?"

(Quelle: Worauf hast du gewartet?)


Wie seht Ihr das? Kann man seinen Glauben ausschließlich an seiner Gesundheit messen, oder hat das Eine mit dem Anderen wenig zu tun? Habt Ihr vielleicht selber Erfahrungen zu diesem Thema? Schreibt mir doch in den Kommentaren.


In diesem Sinne,


Eure Lizzy




Montag, 26. Oktober 2015

Wohlstandsevangelium - Das Falsches Versprechen Wohlstand (Teil 2)


Wohlstandsevangelium -  Das Falsches Versprechen Wohlstand (Teil 2)




Die falschen versprechen des Wohlstandevangeliums



Falsches Versprechen Nr. 1 Finanzieller Wohlstand für Gläubige



Viele Wohlstandprediger vertreten die Meinung, da Gott uns nach seinem Bild geschaffen hat, müssen wir ebenfalls kleine "götter" sein, eben mit einem kleinem g. Und wenn wir kleine Götter sind,dann können wir, genauso wie Gott der die Welt in Existenz gesprochen hat, alle unsere Wünsche in unserem Leben einfach in Existenz sprechen. Im Englischen heißt das: Name it and claim it. (Frei übersetzt: Benenne es, beanspruche es für dich.)


Hier ein Video, dass einige der Prediger dabei zeigt, genau diese gefährliche Meinung zu predigen. (Englisch)


Little gods Heresy


Schon beim Schreiben dieser Worte, wird mir immer wieder klar wie gefährlich dieses Gedankengut ist. War es nicht Luzifer der Gott sein wollte? Wir sind keine kleinen oder große Götter die Bibel ist sehr klar zu diesem Thema.

Hesekiel 28,2 (EU)

Menschensohn, sag zum Fürsten von Tyrus: So spricht Gott, der Herr: Dein Herz war stolz und du sagtest: Ich bin ein Gott, einen Wohnsitz für Götter bewohne ich mitten im Meer. Doch du bist nur ein Mensch und kein Gott, obwohl du im Herzen geglaubt hast, dass du wie Gott bist.


Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!


Das Wohlstandsevangelium  lehrt ebenso, dass Armut ein Fluch ist und Jesus diesen Fluch von uns gehoben hat. Mit anderen Worten: Was du bist nicht reich? Ganz einfach, du lebst falsch, betest nicht richtig oder säst nicht genug und damit ist es alles deinen eigene Schuld.

Zitat: "Wohlstand ist mehr als finanzielle Segnungen. Jesus nahm deinen Platz ein und trug den Fluch der Sünde, damit du im wahren Wohlstand leben kannst. "

 (Gloria Copeland: Wahrer Wohlstand)

Die Grundidee ist diese:

- Das Wort sprechen
- Absoluter und  unerschütterlicher Glaube
- Gehorche, indem du finanzielle Saat (meistens Geldgeschenke) säst, und Gott wird dich in allen Bereichen deines Lebens segnen.  Nach:

Philipper 4,19 (EU)

Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken

Jesus ist für unsere Sünde gestorben, nicht für ein fettes Konto. An keiner Stelle der Bibel sagt Jesus, folge mir nach ich mach dich reich, ganz im Gegenteil.

Matthäus 6,19 (LUT)

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.

Jesus schickte sogar seine Apostel mit nichts außer den Kleidern am Leib los um im Land zu predigen.

Matthäus 10, 8-10 (EU)

8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.
9 Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel.
10 Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.



Heißt das nun das wir alle arm sein müssen, damit wir in den Himmel kommen? Nein! Auch in der Bibel gab es viele reiche Männer: Abraham, David, Salomon und auch Hiob, der alles verlor und dann alles doppelt so viel wiederbekam. Gott hat also nichts gegen Wohlstand, es geht um unsere innere Einstellung. Jeder einzige dieser Männer hat Gott gedient und seine Reichtümer genutzt, um andere zu lehren und zu helfen. Die Frage lautet, ist Geld ein Mittel zum Zweck oder ist Geld dein Götze? Und am Ende des Tages zählt noch immer. "Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden" nicht jeder ist dazu berufen Millionär zu werden.

1.Timotheus 6,17-19 (EU)

17 Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen.
18 Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und, was sie haben, mit anderen teilen.
19 So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen.


Wie seht ihr das Wohlstandevangelium? Habt ihr Anregungen, Ideen oder Einwende? Habt ihr vielleicht selber Erfahrungen zu diesem Thema, gute oder schlechte? Schreibt mir doch in den Kommentaren.


In diesem Sinne,

Eure Lizzy

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Wohlstandsevangelium - Es ist nicht alles Gold was glänzt (Teil 1)

Einleitung: Das Schreiben ist mir in den letzten Wochen schwer gefallen und dann bin ich auf Suche nach Inspiration auf dieses Thema gestoßen. Es hat eine ganze Weile gedauert mich mit diesem Thema auseinander zu setzten und das Resultat, ein sehr langer Artikel. Da es mir persönlich manchmal schwerfällt solche langen Texte konzentriert zu lesen, habe ich mich dazu entschlossen, diesen Beitrag in vier separate Artikel aufzuteilen. Heute beginne ich mit dem ersten Teil und ich werde, so wie ich sie veröffentliche, alle Artikel miteinander verlinken.

Wohlstandsevangelium -  Es ist nicht alles Gold was glänzt (Teil 1)



„Lizzy braucht wohl einen größeren Tisch….“






Wohlstandsevangelium - Es ist nicht alles Gold was glänzt


Neulich bin ich über eine amerikanische Sendung gestolpert, in der Wohlstand im Mittelpunkt stand und ich muss sagen, das klang sehr verlockend... aber ist das überhaupt biblisch? Ich habe mich also hingesetzt und ein wenig nachgeforscht.



Was ist das Wohlstandsevangelium?

Wohlstandsevangelium (nach engl. Prosperity Gospel, in anderen Sprachen auch Erfolgstheologie) ist die theologische Auffassung, Wohlstand, vor allem Geldvermögen und geschäftlicher wie persönlicher Erfolg, seien der sichtbare Beweis für Gottes Gunst. Wohlstand sei vorherbestimmt oder gewährt im Gegenzug für das wirksame Gebet oder religiöse Verdienste. Der Begriff „Wohlstandsevangelium“ wird oft benutzt, um Prediger oder Kirchen zu kritisieren, deren Standpunkt in der angesprochenen Frage extrem oder fundamentalistisch erscheint, und ist in religiöser Literatur weithin gebräuchlich.

(Quelle: Wikipedia)



Ein Evangelium das Wohlstand und wunderbare Heilung predigt klingt natürlich toll. Jesus ist also nicht nur gestorben um unsere Schuld zu sühnen, sondern auch, um uns reich und vollkommen gesund zu machen. Wer kann sich – angesichts persönlicher Probleme, materieller Armut und Hoffnungslosigkeit - dem Glanz von Wohlstand, Heilung und persönlichem Wohlergehen aufgrund des Glaubens schon verschließen? 

Wo liegt also das Problem?


Auf den ersten Blick lehrt das Wohlstandsevangelium  wundervolle Sachen: Wir müssen Vertrauen in Gottes Wort haben und dem Wort folgen, wir müssen dem Teufel wiederstehen, wir sollten viel und mutig beten, wir sollen anderen aufopferungvoll geben und helfen. Klingt doch nach guten christlichen Werten, oder? Leider lehrt dieses Evangelium auch unbiblische Sachen, die teils ungesund und gefährlich sein können


Ich möchte hier keinen wohlmeinenden Dienst oder Personen verleumden. Aber ich glaube, das diese Lehre sehr mangelhaft ist. So mangelhaft, dass, wenn man diesem  Weg von ganzem Herzen folgt, es schnell zu  Frustration, Enttäuschung ... oder gar Schlimmerem führen kann. Und ganz ehrlich das stört mich.

Die Bibel warnt uns vor falschen Lehrern, und nur das wir uns richtig verstehen, ich glaube nicht, das alle Wohlstandsprediger böswillig handeln. Ganz im Gegenteil, es zeigt sich nur wie schnell man vom richtigen Weg abkommen kann, ohne es zu merken. Ich hoffe und bete, das wir alle den richtigen Weg finden und das gilt auch für mich.

2.Petrus 2,1-3

1 Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben. Sie werden verderbliche Irrlehren verbreiten und den Herrscher, der sie freigekauft hat, verleugnen; doch dadurch werden sie sich selbst bald ins Verderben stürzen.
2 Bei ihren Ausschweifungen werden sie viele Anhänger finden und ihretwegen wird der Weg der Wahrheit in Verruf kommen.
3 In ihrer Habgier werden sie euch mit verlogenen Worten zu kaufen versuchen; aber das Gericht über sie bereitet sich schon seit langem vor und das Verderben, das ihnen droht, schläft nicht.


In den folgenden Beiträgen werde ich auf die falschen Versprechen des Wohlstandsevangeliums genauer eingehen. Bis dahin würde es mich interessieren, ob ihr selber schon Erfahrungen zu diesem Thema gemacht habt. Schreibt mir doch in den Kommentaren.




In diesem Sinne,

Eure Lizzy