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Dienstag, 15. März 2016

Die Zehn Gebote - Gesetz oder Gebote? (Gastbeitrag)

Nun bin ich fast im Seniorenstand und habe erst jetzt erkannt, dass es sich bei den Zehn Geboten nicht um Gesetze handelt. Von der Christenlehre an, habe ich Angst gehabt, ein Gebot zu übertreten, weil uns gelehrt wurde die Rache Gottes ist furchtbar. Da ich als Kind das Verhältnis von Jesus zu  Gott nicht verstand, und mich mit Nöten an Jesus wenden sollte, wusste ich nicht, wie ich das erste Gebot einhalten sollte.  "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir". Erklärungen dazu hab ich nicht erfasst und so siegte irgendwann die Angst vor der "Rache " Gottes, mich an den Falschen zu wenden. Jugendliches Chaos eben.

Das führte zu Entfernung, weit weg von Gott und letztendlich, wen wunderst, zur Ignoranz.  Lange, lange, habe ich Gott den Rücken zugedreht und erst in tiefster Not einer Erkrankung nach Hilfe gefleht.  Ich wurde erhört und durfte  erkennen, Gott ist gnädig. Er straft nicht für Vergangenes, er schaut auf das, was Dich jetzt bewegt. Wer sich ehrlichen Herzens an Gott wendet, bekommt Hilfe. Und heute lautet mein Gebet:  Gott Vater, ich komme im Namen Deines Sohnes Jesus Christus zu Dir...

Heute bin ich klarer und stehe wieder fest im Glauben. Und doch gibt es immer wieder Erkenntnisse, die mich im Erkennen zutiefst bewegen, wie eben der Blick auf die Zehn Gebote.
Durch eine Predigt wurde mir klar, es geht dabei nicht um Gesetze oder Verbote, sondern, wie es der Name schon immer sagt, um Gebote. Diese sind kein Dogma, sondern regeln den Umgang von Menschen untereinander. Als ich das begriff, schaute ich in eine neue Welt. Es geht um das Miteinander, um Liebe und Nähe und um gelungene Beziehungen. Die Zehn Gebote sind offenbar dazu da, respektvoll miteinander umzugehen, sie ordnen das Miteinander auf Augenhöhe und stellen Beziehungen in Waage, was für eine Offenbarung.

Die Zehn Gebote sind also kein Richtspruch, sie entstammen der Anweisung eines liebenden Vaters, der seine Kinder vor Schaden bewahren will und das seit tausenden von Jahren.

Ich fand eine Ausarbeitung, die zu den Zehn Geboten noch erklärende Sätze hinzufügt.

Siebenpfeiffer - Gymnasium: Die Zehn Gebote (PDF)

Das ist mein Blick auf das Thema. Vielleicht ist dies eine Anregung, sich mit seinem eigenem Verständnis für bereits Verstandenes mal neu auseinander zu setzen.


Liebe Grüße und Gottes Segen


Edith Berg




Freitag, 12. Februar 2016

Gott hält seine Zusage - Zeugnis einer unerwarteten Genesung (Gastbeitrag)

Nach meiner Jugend, den Jahren der Ignoranz und letztendlich der Abkehr von Gott, hab ich mich "Gott-los" durchs Leben gestrampelt. Er war sicher immer bei mir, aber ich drehte ihm den Rücken zu, schaute weg und dachte, ich schaff es allein.

Mit Mitte dreißig fiel der Hammer. Die Kinder noch klein, ich hatte ein Problem mit der Brust und unendliche Panik. Was macht man in höchster Not, man betet, auch wenn man mit Gott bis dahin nichts zu tun haben wollte. Ich versprach Gott,  mich wieder voll und ganz dem Glauben zuzuwenden, wenn ich nur gesund werden würde.

Gesund bin ich geworden. Die Entzündung klang ab, schlechte Nachrichten blieben aus, ich kehrte in meinem Alltag zurück und begann zu vergessen. Noch betete ich ab und zu, dann weniger, dann manchmal, später vergaß ich alles. Ich lebte ohne Gott weiter,  mit und ohne Probleme, manchmal im Chaos, doch täglich jenseits meines Versprechens.

1992 platze meine heile Welt wie eine Seifenblase, geschieden, keine Arbeit, zwei  halbwüchsige Kinder und kein Geld. Wir vergessen Gott, aber Gott vergisst uns nie. Wenn einem das Leben um die Ohren fliegt fällt einem ein, da war noch was. Wenn nicht in der Not, wann dann. Zaghafte Schritte zur Umkehr prägten jene Zeit, ich lernte wieder beten.

Achtzehn  Jahre später, war es ernster als zuvor. So sind wir Menschen, oder besser, so war ich. Gott hielt seine Zusagen immer,  ich war die untreue Seele.

Kurz vor Silvester 2009 bekam ich einen merkwürdigen Anruf. Nach fünf Jahren Funkstille, rief ein Bekannter an und sprach total wirre Sätze, so dass ich sie im Anschluss notierte um nachzudenken, was das soll. Ein gutes Gespräch wurde das nicht mehr und so blieb das ein einsamer Kontakt, bis heute.

Wegen anhaltender Beschwerden ging ich Mitte Januar 2010 zum Arzt. Untersuchung, Ultraschall, entsetzte Blicke und die Aussage, das müssen wir Abklären durch eine Gewebeprobe, ging ich nach Hause, bereits wissend - Krebs. Den Befund Gebärmutterkrebs bestätigte eine Woche später eine erneute Untersuchung mit der Aussage:  " …. das ist so groß, hier kommen wir nach der OP um Bestrahlung und Chemo nicht herum."

Irgendwie befand ich mich im freien Fall, versuchte alle Verzweiflung weg zu beten und erwartete Antworten, die ich verstand. Gottes Wege sind unergründlich. Ich dachte an den komischen Anruf und suchte den Zettel. Stand da nicht alles was ich wissen musste, schon 14 Tage zuvor?

o    Du willst wissen wie es in der Hölle ist? Du kommst nicht hin.
o    Lasse den Chirurg seine Arbeit machen.
o    Faules Fleisch muss weg.


Die Antwort auf meine Frage:" Was jetzt?" lautete also: "Faules Fleisch muss weg"  heißt wohl, lass dich operieren.  Ich folgte und erbat zwei Wochen Zeit, bekommen hab ich Zehn Tage und keinen Tag mehr. Ich ordnete was offen war und betete unablässig, für mich, das OP Team, für Kraft, für Glauben, Gelingen und Genesung und dass sich alles zum Guten wendet.

Der Termin Anfang Februar 2010 wurde um einen Tag  aufgeschoben. Ein anderer Arzt übernahm mich und die OP, frisch aus dem Urlaub, ausgeruht,  freundlich, voller Schwung und Zuversicht, herzlich, mit einem gütigem Lächeln, etwa halb so alt wie ich, ich vertraute.

Trotz  Vertrauen, die Unruhe war immens, alle Sinne angespannt lag ich im Vorbereitungsraum. Mit klopfendem Herzen, trotz Beruhigungsspritze, flehte ich um ein Zeichen, dass Gott meine Not  erhört und Antwort erkennen lässt. Ich lauschte auf jedes Geräusch, Innen und Außen. Und dann erzählte dieser Arzt den Kollegen begeistert, noch tief beeindruckt, von seiner Reise durch Israel, der Faszination der Stätten des Glaubens, dem Jordan und dem Garten Getsemani... Mein Chirurg war offenbar Christ. Danke Gott, das war die Antwort auf mein Flehen. Das Herzklopfen wich einer friedvollen Ruhe. Gott du bist bei mir, Danke, Amen.

In der dritten Nacht überkam mich eine Krise. Ein Blick in die Hölle? Irre Bilder, inneres Geschrei, Gestöhne, irgendwelche Kämpfe, das blanke Grausen, rasendes Herz und das Gefühl zu ersticken, ausatmen schien unmöglich. Jetzt ist es soweit, so also ist sterben...  Ich flehte, bat um Gnade und Gottes Beistand und hörte wahrlich seine Stimme in meiner höchsten Not. Wer das bereits erlebt hat, weiß, dass es keinen Zweifel gibt, da spricht Gott. Und so hörte ich:

"Du stirbst nicht heute Nacht - atme -  schlafe nicht ein -  bleib wach."

Dieser "Kampf" schien endlos. Als es dämmerte, verschwanden die Ereignisse der Nacht.
Den nächsten Tag  wusste ich, wie ich mich verhalten sollte, atmete tapfer der Krise entgegen und hatte keine Angst. Als es nochmal eng wurde hörte ich:

"Du kommst durch, nicht unbeschadet, aber Du kommst durch."

In den Morgenstunden, war es so  und ging von Tag zu Tag bergauf. Der Abschlussbericht glich einem Wunder,  keine Chemo, keine Bestrahlung - Gott hat seine Zusage gehalten.

Gestern  war ich zur Nachuntersuchung,  im sechsten Jahr danach, darf ich mich freuen, alles gut - GOTT sei Dank. Diesmal bin ich dran geblieben und nicht weil ich es versprochen habe, sondern weil ich inzwischen eine lebendige Beziehung mit Jesus lebe. Er tut mir gut. Es ist nicht alles einfach oder problemlos, aber es ist immer zu ertragen. In mir schwingt eine tiefe unverdrängbare Freude und mit dieser Kraft kann ich einen Sturm bestehen,  egal wie stark die Winde toben.  

Ja, ich hab noch Schwierigkeiten und unbeschadet ist die Zeit nicht vorübergezogen. Trotz allem, ich kann jubeln. Gott hatte eine Lösung für mich, noch bevor das Problem erkennbar wurde.  Diese oft gebrauchte Aussage stimmt zu 100%. Ich hab es erlebt.


Vielleicht kann ich mit meinem Zeugnis jemandem Mut machen, der gerade viel Mut benötigt. Gott ist treu.


Liebe Grüße und Gottes Segen

Edith Berg





Montag, 21. September 2015

Von Brücken bauen und Schluchten überwinden


Heute wieder ein Gastbeitrag von Edith Berg, dieser Artikel liegt uns beiden sehr am Herzen.


Von Brücken bauen und Schluchten überwinden


Ich habe liebe Freunde, die mit ihren erwachsenen Kindern eigentlich ein sehr gutes Verhältnis haben, eigentlich.

Irgendwann, so schleichend hat sich das verändert, ein falsches Wort, ein nicht korrigierter Ton, Stress, keinen Nerv nachzufragen, wie es gemeint war und plötzlich wachsen die Missverständnisse und häufen sich an. Rückfragen, tut man sich schon nicht mehr an. Die Anspannung steigt, das Gefühl gekränkt zu sein, macht sich breit und irgendwann beginnt die Phase der wenigen Worte bis dann die Kommunikation ganz versiegt. Nun ist man endgültig in der Sprachlosigkeit angekommen und dieser Zustand ist verheerend. Wer soll den ersten Schritt machen, wer hatte Schuld an dem Zustand, wer geht auf wenn zu. Siegt die Kränkung oder siegt die Vernunft?

Ist es letztendlich nicht egal, wer den Konflikt auflöst. Hauptsache er ist aufgelöst und beigelegt, in Frieden und Liebe und mit der Gewissheit weiser zu sein als zuvor.

Dazu mach ich mir gerade viele Gedanken. Ich bin ja nun schon ein paar Tage älter und stand schon auf vielen Beerdigungen. Ich habe die Not der Anwesenden erlebt, die nicht nur in dem Umstand des Todes lag, sondern noch viel mehr in dem Bewusstsein, das letzte Lächeln nicht geschenkt, die letzten Worte nicht gesagt oder gehört, den Segen nicht erhalten zu haben. Das schleppt man sein ganzes langes Leben als Last mit sich rum. Das ist unwiderruflich, nicht korrigierbar, Punkt.
Der eine Satz - ach, hätte ich nur… bleibt für immer ein Konjunktiv und dass, ist schlecht zu ertragen.

Ich wünsche mir, dass ich nirgendwo eines Tages mit dem Konjunktiv - ach hätte ich doch... - zurück bleibe. Dass es gelingt, alle Beziehungen unbelastet zu halten. Ich weiß, das macht Mühe, aber ist auch alle Mühe wert. Das Wissen um die Dinge ist das Eine, das Leben danach das Andere und wo kein Wille von beiden Seiten vorhanden ist, findet man schlechter einen Weg.

Trotz allem, wenn wir uns in der Liebe der Bibel bewegen, dann haben wir genügend Rückenwind, Zuversicht und Mut, das Leben ohne Sprachlosigkeit zu meistern.

Wer Unterstützung braucht findet sie im Hohelied der Liebe

1. Korinther 13,4-7

4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.



Liebe Grüße Edith Berg



Donnerstag, 10. September 2015

Vom Zehnten und Geld, was mach noch nicht hat...

Neulich habe ich etwas zum Zehnten geschrieben (Hier klicken) und heute gibt es passend zum Thema einen Gastbeitrag.

Vom Zehnten und Geld, was mach noch nicht hat...


Die Tochter meiner Freundin heiratet, was für ein schönes Ereignis. Um etwas Vernünftiges zu schenken haben wir uns zu zusammengeschlossen. Im Übermut habe ich, nach dem Urlaub, spontan eine Summe zugesagt. Am Ende des Telefonates dachte ich - Hallo, schau mal in deine Geldbörse, wie willst du das denn hinbekommen? Doch dann kam der zweite Gedanke und der sprach - ruhig Blut.

Was hab ich früher wach gelegen, gegrübelt und mich ergebnislos hin und her gerollt. Die Nächte können noch so lang sein, die Gedanken noch so wild und ausufernd, doch davon füllt sich keine Haushaltskasse. Man wird gereizt und nörgelich, weil man nicht weiß, wie es weitergeht und hat doch keine Lösung. Wenn ich an diese Zeiten zurück denke, wo ich durchgegrübelt habe, wie ich was bezahlen soll, so trägt meine jetzige Ruhe, fast schon einen Hauch von Luxus und wahrerer Lebensfreude.

Seit ich vor Jahren die Stelle in der Bibel entdeckt habe, lebe ich ruhiger, bedeutend ruhiger.

Gott hält seine Zusage

Maleachi  3,10 (LUT)

Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.

Ja, so ist es, Gott hält seine Zusage. Im Laufe der Jahre, habe ich gelernt Gott zu vertrauen und mir möglichst keine Gedanken zu machen. Ich gebe meinen Zehnten. Seither, kann ich mich beruhigt zurücklehnen, für jeden Engpass gibt es irgendwie eine Lösung, oft unerwartet und aus einer Richtung, die ich nie ins Auge gefasst hätte, aber es klappt.

Gottes Wege sind unergründlich, sagt man.

Gott ist unbegreiflich groß

Römer 11,33 (HFA)

Wie groß ist doch Gott! Wie unendlich sein Reichtum, seine Weisheit, wie tief seine Gedanken! Wie unbegreiflich für uns seine Entscheidungen und seine Pläne!



Zurück zum Hochzeitsgeschenk. Ich bin fast Rentner und verdiene mir als Masseurin den einen, oder anderen Euro legal dazu, falls jemand meine Dienste in Anspruch nimmt. "Falls", ist lange her und doch, es ist die Wahrheit. Seit der Geldzusage hatte ich genau doppelt so viele Massagen, dass ich locker die angesagte Summe übergeben und nochmal das Gleiche für mich verwenden konnte. Solche Momente machen mich nicht nur sprachlos, sondern unendlich dankbar.

Für mich ist der Zehnte keine Abgabe aus meinem Einkommen, sondern die Zusage für ein unkompliziertes Leben.

Wie sagt Gott in der Bibel, prüft mich.... Dem kann ich nur zustimmen, es lohnt sich.

Bis bald mal

Edith Berg

Donnerstag, 30. Juli 2015

Die kleinen Wunder im Alltag Teil 2

Und hier wie versprochen der zweite Teil vom Gastartikel "Die kleinen Wunder im Alltag".



Die kleinen Wunder im Alltag

Kennt ihr das? Man steht früh auf und weiß bereits, dass dieser Tag eine besondere Herausforderung werden wird. Irgendwie läuft alles nicht so, wie man es bräuchte, oder besser gesagt, wie man es gewohnt ist. Der Kaffe läuft bereits, da fehlt noch die Kanne  unter der Maschine, der Zahnpastadeckel kullert bereits zum zweiten Mal auf den Badfliesen umher und landet in der hintersten Ecke, so auf die Art meine ich. So einen Tag hatte ich gestern.  Sicherlich, ich hatte einen der unvergesslichsten Flüge hinter mir und war nicht ausgeschlafen...

2. Teil etwas zum Schmunzeln

Alle Kabel sind wieder angeschlossen Funk und Fernsehen funktionieren, "Tante Google" gibt wieder Auskunft. Und was höre und sehe ich vom gestrigen Unwetter.


Nach fast 3 Wochen Abwesenheit, muss man Einkaufen, gedacht, getan. Ich holte mir also Obst, frisches Gemüse, Kidneybohnen in der Dose,  Pizzatomaten, Kichererbsen, gedacht für ein köstliches Chili und das Eine und Andere nach Hause.

Mein Vorratsschrank steht abseits der Küche. Irgendwie erlebte ich alles in Zeitlupe, als ich meine Einkäufe einräumen wollte. Der Schrank ist ziemlich voll, ich öffnete die Tür, die Arme beladen mit drei Dosen, bereit, jede einzelne in den Schrank zu stellen. In dem Moment nehme ich wahr, wie eine Packung gelbe Erbsen und danach eine Packung weiße Bohnen heraus rutschten und langsam auf den Teppich fallen. Und während ich diesen noch fassungslos hinterher schaue, folgen zwei Gläser marinierter Knoblauch, eines mit Kräutern und eines mit Paprika, selbstverständlich alles in Öl. Unfähig einzugreifen, schaue ich nur noch dem Fallen zu... und rufe "Jesus hilf."

Was meine Augen dann schauen, ist wohl mein persönliches, kleines Wunder im Alltag. Jedes einzelne Glas findet die Mitte, der zuvor auf dem Boden gelandeten Bohnen- und Erbsenpackung. Im Moment des Aufpralles explodieren die Verpackungstüten und Erbsen und Bohnen schießen voller Energie in die Höhe und verteilen sich in der ganzen Wohnung. Physik im Alltag. Was soll ich Euch sagen, beide Gläser waren nur offen. Keines ist zerborsten, wie man das erwarten würde. Keine Ölflecken auf Wand oder Teppich, was für ein Wunder. Glückskind, dachte ich und brauchte nur mit einem Töpfchen durch die Wohnung zu robben und wie bei Aschenputtel alles einlesen und sortieren. Halleluja

Für mich ist die Überzeugung -  Gott, du machst aus allem Schlechten etwas Gutes - seit langem in Fleisch und Blut übergegangen und mit dieser inneren Ruhe, lebt es sich wunderbar.

Psalm 121  ist einer meiner Lieblingspsalmen und ein Vers aus dem Ganzen passt immer,  jedenfalls für mich.



Ich grüße Euch, bis bald

Edith Berg


Freitag, 24. Juli 2015

Die kleinen Wunder im Alltag Teil 1

Heute mal wieder ein Gastbeitrag von meiner Mama. Ich finde es wirklich schön, dass sie meinen Blog unterstützt. Viel Spaß beim lesen.


Die kleinen Wunder im Alltag Teil 1


Ich bin die Mama von Lizzy und habe sie und ihre Familie im Süden von Europa besucht. Ein herrlicher Familienurlaub, aber alles geht mal zu Ende. Und so wachte ich heute auf und musste erst innerlich zu Hause ankommen.

Kennt ihr das? Man steht früh auf und weiß bereits, dass dieser Tag eine besondere Herausforderung werden wird. Irgendwie läuft alles nicht so, wie man es bräuchte, oder besser gesagt, wie man es gewohnt ist. Der Kaffe läuft bereits, da fehlt noch die Kanne  unter der Maschine, der Zahnpastadeckel kullert bereits zum zweiten Mal auf den Badfliesen umher und landet in der hintersten Ecke, so auf die Art meine ich.

So einen Tag hatte ich gestern.  Sicherlich, ich war nicht ausgeschlafen, kam gerade aus einem wundervollen Familienurlaub und hatte einen der unvergesslichsten Flüge hinter mir, die ich je geflogen bin. Nach 4 Stunde Zwischenaufenthalt und 1 Stunde Verspätung wegen Unwetter, flogen wir noch kurz vor dem Nachtflugverbot ab. Auf Reisehöhe verkündete der Kapitän Catering fällt aus. Aus Sicherheitsgründen muss das Personal ebenfalls angeschnallt sein, wir umfliegen ein Gewitter. Nach dieser Meldung und etlichen Wacklern machte der letzte Leser ebenfalls sein Licht aus. Mucksmäuschenstille, jeder sitzt in sich gekehrt auf seinem Sitz. Wetterleuchten von allen Seiten, bei jeder Welle innen Tag hell. Ich glaube viele Menschen haben gebetet. Ich auch. "Lieber Gott bring mich wohlbehalten nach Hause, wo immer auch Du mein zu Hause bestimmst." Mir fiel mein Lieblingspsalm ein,  der Psalm aller Schutzbedürftigen, Psalm 121.  Dann war ich ruhig und habe mir das Lichtphänomen gelassen betrachtet, ich erinnere mich sogar an ein stilles Lächeln, dass ich mir aber versagte, weil alle so betroffen schauten.

Irgendwann kam die Meldung : " Sie werden es bereits bemerkt haben, wir kreisen seit längerem und warten auf eine Gelegenheit zum Landen." Immer wieder Tag hell beleuchtete Wolken, kollektives Starrsein, kollektives Schweigen. Meinen Gedanken, hoffentlich landen wir nicht in Prag, flüsterten gerade meine Nachbarn. Unser eigentliches Ziel war Dresden und da standen meine Freunde, die mich schon seit fast zwei Stunden abholen wollten....

" Gott Vater, im Namen deines Sohnes bete ich, was du für Gut heißt, wird sein. Gott ich vertraue dir, du machst aus allem Schlechten etwas Gutes. Ich glaube fest daran." Wie oft ich das gebetet habe weiß ich nicht mehr, oft. Auf jeden Fall sind wir in Dresden, zwar hart aufgesetzt, aber glücklich gelandet. Halleluja

Und was ich am Morgen danach für eine lustige Kleinigkeit erlebte, schreibe ich Euch in ein paar Tagen unter Physik im Alltag.

Bis dahin liebe Grüße

Edith Berg 


Dienstag, 26. Mai 2015

Gastbeitrag von Edith Berg - Monopoly des Lebens


Vorwort:

Den folgenden Text habe ich gestern überraschend als E-Mail bekommen. Geschrieben wurde er von Edith Berg (leise geflüstert: meine Mama) und mit ihrer Erlaubnis werde ich ihn hier veröffentlichen. Ich hoffe, dass euch dieser Beitrag genauso gut gefällt wie mir. Vielen lieben Dank, ich packe jetzt auch meine Sachen und ziehe ebenso in die  Lobpreis-Allee um.


In diesem Sinne,


Eure Lizzy




Monopoly des Lebens

Fast jeder kennt Monopoly, das alte Brettspiel. Wer kennt nicht Verlieren und Gewinn. Dort kann man sein Lebensumstände mit klugem taktieren verändern.
Wenn man geschickt agiert, kann man sogar in ein lebenswertes Wohnviertel umziehen, ein sicheres, modernes, schönes mit vielen attraktiven Attributen. Kürzlich hörte ich eine christliche Betrachtung dazu und war beeindruckt, im Sinne von erstaunt, im Sinne von: So hab ich das noch nie gesehen. Nun reflektiere ich für mich, wie ich das im Leben so halte und gebe die Frage mal an Euch weiter.  Wo wohnst Du, wie lautet Deine Anschrift?


Dorf der Unzufriedenen - Ortsteil Kummerland

            Jammergasse
                        Nörgelstraße
                                   Mühsalgasse
                                               Trauerweg
                                                           Kritikerweg
                                                                       Lastengasse
                                                                                  Sorgensteg
                                                                                              Trübsalring
                                                                                                          Plagenring
                                                                                                                      Bürdenstraße
                                                                                                                                

Wenn Du, wie ich, feststellt falsch zu wohnen - zieh um. Es gibt bessere Wohnviertel auf dem Terrain des Lebens. Wie wäre es, wenn du dich aufmachst in die Lobpreis-Allee?
Diese Predigt traf mich wie ein Hammer. Denke mal nach, denke ich. Es läuft gerade nicht alles so rund...  Lass dich auf die Frage ein.
Lobpreis-Allee -  die Lobpreis-Allee ist ein Ausweg, mein Ausweg. Nicht weil ich dort keinen Schwierigkeiten begegne und alles in Glückseligkeit ertrinkt,  sondern weil für jedes Problem eine Lösung vorhanden ist, sofern ich vertraue,  auch berechtigte Hoffnung auf Veränderung, wenn ich es zulasse. Holla, es geht um mich, um meine Anschauung zu allem was ist. Treffer.
Diese 10 Minutenpredigt hat mich nicht nur beeindruckt, sondern beeinflusst. Nun sammel ich meine Vorstellungen und Anschauungen zusammen, entsorge überholtes, nehme alles was ich brauchen kann und ziehe um. Ich bin mir sicher mehr Lobpreis, Dankbarkeit, Anbetung, das könnte meinem Tag gut tun. Noch immer gilt, wo ein Gedanke ist, kann kein zweiter sein. Also wenn ich Lobpreise halte, kann ich nicht trauern und wenn ich dankbar bin nicht im Kummer versinken und wenn ich Anbetung übe, schau ich nicht auf Sorge und Last, sonder auf meine gelebte Erfahrung. Das ist es.
Ich stehe plötzlich mit einer Lösung zur Hand, ich fühle mich schon befreit, nur weil eine Aussicht ins Blickfeld gekommen ist. Danke, Heiliger Geist, danke. Was für eine  Erkenntnis.
Diese Hinwendung zu etwas Anderem, verschiebt meine Blickrichtung, meine Gefühle und letztendlich mein Befinden. Ja, genau - das ist es, was ich durch den Anstoß der predigt erkannt habe. "Meine Lebensqualität wird nicht von Umständen bestimmt, sondern davon, worauf ich meinen Blick richte. Halleluja"
Nach dieser inneren Ausrichtung, hab ich eine neue Anschrift. Ich lebe ab jetzt in der Lobpreis-Allee. Dort stimmt alles, da wächst die Frucht des Glaubens. .  Hatte nicht schon Paulus diesen Platz entdeckt?


Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 
 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 
                                                                                                          2.Korinther 4. 9-10


Zum Schluss noch mal die Frage an dich, der wie ich diesen Blog gefunden hat.  Wo wohnst du, wie lautet deine Anschrift?
Ich wünsch dir eine gute Anschrift, Gottes Segen und einen behüteten Tag

Edith Berg